Gleich zu Beginn der Schwangerschaft setzen hormonelle Veränderungen ein, die auch Zunge und Nase, also Ihren Geschmacks- und Geruchssinn beeinflussen können. Vielleicht entwickeln Sie sogar eine Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel und Getränke oder Gerüche, die Sie normalerweise mögen (z. B. Parfums). Manche Schwangere haben das Gefühl, in ihrem Mund schmeckt plötzlich etwas nach Tinte oder nach Metall. Dadurch verändern manche Speisen und Getränke (z.B. Tee und Kaffee) ihren gewohnten Geschmack, schmecken auf einmal nicht mehr gut und manchmal richtig bitter oder sogar Ekel erregend.
Das alles ist ein ganz normales Phänomen, vor allem bedingt durch die Hormonumstellung, und kein Grund zur Beunruhigung. Die Schwangerschaft verstärkt einfach nur in gewisser Weise den Geruchssinn und deswegen empfindet man bestimmte Gerüche als zu intensiv und verspürt unter Umständen sogar Übelkeit. Das ist ursprünglich auch eine Sicherheitsmassnahme des Körpers, damit eine werdende Mutter verdorbenes Essen leichter erkennt und vermeidet.
Viele Frauen haben zudem während der Schwangerschaft Heisshunger auf bestimmte Speisen oder Getränke. Ab und zu können sich diese Gelüste auch auf nicht essbare Sachen beziehen, z.B. Dreck, Kohle oder Lehm. Den bei Schwangeren nicht seltenen Drang, ungewöhnliche Dinge zu essen, nennt man „Pica“.
Stand: 12/10, BH
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