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Die Messung der Zervixlänge

Mit einer vaginalen Tastuntersuchung kann der Frauenarzt oder die Frauenärztin nur den Zustand des äusseren Muttermundes beurteilen, nicht aber, ob der innere Muttermund schon geöffnet ist. Deshalb etabliert sich immer mehr die sonographische Zervixlängenmessung – meist mit vaginalem Ultraschall, also über die Scheide. So kann die Länge des Gebärmutterhalses vom äusseren bis zum inneren Muttermund leicht abgemessen werden.

Normalerweise wird die Zervix erst gegen Ende der Schwangerschaft, vor der Geburt, kürzer. Der innere Muttermund öffnet sich früher als der äussere und es bildet sich eine Art Trichter. Rückgängig zu machen ist dieser Vorgang nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um das erste oder ein nachfolgendes Kind handelt. Mehrlingsschwangerschaften haben allerdings meist eine verkürzte Zervix.

Ist der Gebärmutterhals schon früh (vor der 32. SSW) verkürzt, zeigt das eine drohende Frühgeburt an. Je kürzer die Strecke, umso grösser ist das Risiko für vorzeitige Wehen. Man geht heute davon aus, dass eine Zervixlänge von weniger als 15 mm ein alarmierendes, von weniger als 25 mm ein ernstzunehmendes Frühgeburtsrisiko anzeigt. Ist der Gebärmutterhals dagegen noch über 35 mm lang, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Alle Werte zwischen 25 und 35 mm sollten sorgfältig beobachtet werden.

Insbesondere bei Schwangeren mit Risikofaktoren (vorzeitigen Wehen, vorheriger Frühgeburt, nach Konisationen oder anderen Operationen am Gebärmutterhals oder dem Muttermund) ist eine Zervixlängenmessung bereits frühzeitig in der Schwangerschaft empfehlenswert. Die Untersuchung ist schmerzfrei und risikolos.

Beachten Sie dazu auch unser Experten-Interview von Prof. Dr. med Andreas R. Huber zum Thema Fibronektin - der biochemische Indikator für die Frühgeburtlichkeit.

Stand: 1/11, BH/AS



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