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Die Gelbkörperschwäche

Die Gelbkörperschwäche (Lutealinsuffizienz) ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen bei der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit. Nach dem Eisprung  kommt es zu einer ungenügenden Produktion von Gelbkörperhormon (Progesteron). Da das Gelbkörperhormon für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos verantwortlich und auch zur Erhaltung der Schwangerschaft wichtig ist, ereignet sich bei Progesteronmangel leicht eine sehr frühe Fehlgeburt.

Die Symptome der Gelbkörperschwäche sind eine verkürzte zweite Zyklushälfte bei regelmässigem Eisprung. Der Blutspiegel des Gelbkörperhormons in der zweiten Zyklushälfte ist erniedrigt.

Die Gelbkörperinsuffizienz ist keine eigenständige Erkrankung. Letztlich ist sie die Folge einer unzureichenden Follikelreifung, denn aus dem Eibläschen entsteht nach dem Eisprung ja der Gelbkörper. Als Behandlung ist daher eine Unterstützung der Follikelreifung sehr erfolgversprechend. Die Gabe von Hormonen zur Unterstützung der Eibläschenentwicklung führt gleichzeitig zu einer Verbesserung der Gelbkörperfunktion. Auch der von den Östrogenen und dem Gelbkörperhormon abhängige Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird dadurch unterstützt.

Stand: 12/10, BH

 



 

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