Eine extrauterine oder ektope Schwangerschaft liegt dann vor, wenn sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter, sondern ausserhalb, z.B. in einem der Eileiter (das ist am häufigsten, bei 99 % aller Extrauterinschwangerschaften), gelegentlich im Eierstock und seltener in der Bauchhöhle oder dem Gebärmutterhals eingenistet hat. Solche Einnistungen am falschen Ort sind zwar selten, kommen aber doch immerhin einmal unter 100 bis 200 aller Schwangerschaften vor. In den meisten Fällen entwickelt sich kein Embryo.
Normalerweise wandert ein befruchtetes Ei durch einen der Eileiter in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Der Weg durch die Eileiter kann jedoch auch versperrt sein. Dies ist der Fall, wenn die Eileiter nicht durchgängig sind, wie es zumeist nach einer Infektion (z.B. mit Chlamydien), aber auch aufgrund von Endometriose, einer vorhergehenden Extrauteringravidität oder nach einem Schwangerschaftsabbruch und einer Operation im Bauchraum vorkommen kann. Auch wenn eine Spirale (Intrauterinpessar) in der Gebärmutter liegt oder gelegen hat, kann eine extrauterine Schwangerschaft etwas leichter entstehen. Ein weiterer Risikofaktor ist eine vorausgegangene Sterilisation, besonders dann, wenn die Eileiter (Tuben) durchtrennt wurden, und eine künstliche Befruchtung. Eine extrauterine Schwangerschaft kann aber auch bei Frauen vorkommen, die alle diese Risikofaktoren nicht haben.
Bei einer Extrauteringravidität wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das umgebende Gewebe durch den heranwachsenden Embryo bzw. den Mutterkuchen verletzt bzw. eingerissen. Früher oder später wird dadurch eine gefährliche Blutung verursacht - das Hauptsymptom der extrauterinen Schwangerschaft. Eine extrauterine Schwangerschaft ist aus diesem Grunde eine sehr ernstzunehmende Komplikation, die unter Umständen notärztlich behandelt werden muss, weil die inneren Blutungen lebensgefährlich sein können. Natürlich kann die Schwangerschaft dann nicht fortgesetzt werden. Die einzige Möglichkeit der Behandlung ist, die Eileiterschwangerschaft zu entfernen.
Lesen Sie hierzu auch unsere Informationen zu Anzeichen und Therapie einer extrauterinen Schwangerschaft.
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Schwangerschaft am falschen Platz
Stand: 06/11, BH
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