Induktionsherde nutzen die durch magnetische Wechselfelder in leitfähigen Materialien induzierten Wechselströme zur Erhitzung. Es ist konstruktiv bei einem solchen Herd nicht zu vermeiden, dass ein Teil der Magnetfelder auch in die Umgebung abgegeben wird und die dort befindlichen Personen erfasst. Da auch der menschliche Körper im obigen Sinn zu "leitfähigen Materialien" gehört, werden im Körperinneren durch diese Magnetfelder Ströme induziert. Diese Ströme steigen mit der Stärke des Magnetfeldes (die ähnlich ist wie bei normalen Elektroherden) und der Frequenz des Magnetfeldes, die bis ca. 1000-mal höher liegt als bei normalen Elektroherden. Somit liegen auch die induzierten Ströme um diesen Faktor höher.
Die Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung auf den Menschen ist nicht restlos erforscht. Eine Einwirkung irgendwelcher Art auf den menschlichen Organismus wurde bei handelsüblichen Induktionskochfeldern bisher nicht festgestellt, jedoch fehlen zu einer objektiven Beurteilung dieses Problems Langzeitstudien.
Der bestuntersuchte gesundheitliche Effekt niederfrequenter Magnetfelder ist die Förderung und/oder Auslösung von Leukämie (Blukrebs) bei Kindern. Es besteht die Gefahr, dass auch Induktionsherde hierzu beitragen. Insbesondere schwangeren Frauen, die berufsbedingt ständig mit Induktionsherden zu tun haben (z.B. Köchinnen), sollte daher von der Benutzung von Induktionsherden abgeraten werden
Generell wird empfohlen, dass Schwangere einen Abstand von etwa einer Handspanne (15 cm) vom Kochfeld halten, was sich mit einzeiligen Induktionskochfeldern gut erreichen lässt.
Quelle: Fachinstitut für elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt (EMVU); www.wissenschaft-im-dialog.de ; Elektrosmog-Report, April 2002; Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit.
Stand: 5/11, BH
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