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Sollte bei jeder Schwangeren, die Medikamente einnimmt, eine gezielte Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden? Oder sogar eine Fruchtwasseruntersuchung?

Nein, das ist normalerweise aus medizinischen Gründen nicht nötig, denn von den meisten Arzneimitteln ist inzwischen bekannt, dass sie keine erhöhte Fehlbildungsrate verursachen. Nur wenn versehentlich ein Medikament eingenommen wurde, das für das ungeborene Kind gefährlich sein kann, wird etwa in der Mitte der Schwangerschaft eine gezielte Ultraschalldiagnostik angeboten.

Bei wenigen Arzneimitteln, die bekannterweise Neuralrohrdefekte auslösen können, ist zusätzlich eine Bestimmung des Alpha-Fetoproteins aus dem Blut der werdenden Mutter sinnvoll. Eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) entdeckt Chromosomenstörungen. Da die Chromosomen des Kindes aber schon bei der Befruchtung festgelegt sind und durch Medikamente nicht mehr verändert werden können, ist dieser Eingriff allein aufgrund der Medikamenteneinnahme nicht indiziert.

Stand: 11/09, BH

 



 

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