Zunächst einmal: Niemand sagt, dass Sie bestimmte vorgeburtliche Untersuchungen machen müssen. Aber Sie sollten sich über den Sinn und Zweck, ebenso wie über die Risiken dieser Untersuchungen informieren und dann eine individuelle Entscheidung treffen.
Die Altersgrenze von 35 Jahren (sogenannte Altersindikation) ist tatsächlich willkürlich und rein statistisch bedingt – denn irgendwo wollte man einfach eine Grenze festlegen. Bei einer 35jährigen Schwangeren entspricht die Wahrscheinlichkeit, mit einer invasiven Diagnostik (CVS oder Amniozentese) eine Fehlgeburt auszulösen, in etwa derjenigen, ein Kind mit einer Chromosomenstörung zu bekommen. Ein Eingriff bei einer jüngeren Frau würde also eher eine gesunde Schwangerschaft gefährden als eine kindliche Chromosomenstörung aufdecken. Bei einer Schwangeren über 35 wäre das eher umgekehrt.
Soweit die Statistik. Im Einzelfall sieht das bei gleichaltrigen Schwangeren aber oft ganz unterschiedlich aus:
Sie müssen für sich persönlich herausfinden, welches Risiko für Sie schwerer wiegt. Besprechen Sie mit Ihrem Partner und Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin Ihre ganz persönliche Situation.
Stand: 12/09, BH
info [at] swissmom.ch
Inhalt urheberrechtlich geschützt © 2003 Swissmom. Alle Rechte vorbehalten.
Die in www.swissmom.ch enthaltenen Informationen stellen
keinen Ersatz dar für die Untersuchung, Diagnosestellung oder Behandlung
durch medizinisch ausgebildete Fachleute.
Bitte lesen Sie unsere Nutzungsbedingungen
copyright swissmom.ch 2009