Hormone können einerseits verabreicht werden, um einen unregelmässigen Zyklus zu stabilisieren. Andererseits sollen sie die Reifung der Eizellen unterstützen und den Eisprung auslösen.
Zur Stimulation der Eierstöcke werden die Hormone verwendet, die auch der Körper selbst produziert (Gonadotropine). Im allgemeinen beginnt die Behandlung am dritten Zyklustag, d.h. am dritten Tag der Monatsblutung. Meist gibt es eine nahezu schmerzfreie Injektion unter die Haut in die Bauchdecke, die Sie sogar selbst durchführen können. Die Medikamente stehen z.T. aber auch in Tablettenform ( z.B. Clomifen) zur Verfügung. Einige Präparate enthalten zwei Hormone, nämlich LH ( luteinisierendes Hormon ) und FSH ( follikelstimulierendes Hormon ). Nicht immer ist jedoch LH zur Zyklusstimulation notwendig. Viele Frauen bilden selbst genug davon. In diesem Fall steht reines FSH zur Verfügung. Die Wirksamkeit der Stimulationsbehandlung wird einige Tage später durch Ultraschall- und Blutuntersuchungen kontrolliert. Die Hormon-Dosis wird entsprechend dem Erfolg angepasst.
Sobald die gewünschte Anzahl von Eibläschen ( Follikel ) vorliegt, in der Regel maximal drei, folgt der nächste Schritt: Es wird der Eisprung ausgelöst ( Ovulationsinduktion ). Das geschieht durch eine Injektion mit dem Hormon hCG. Die Ovulation ist ca. 30 Stunden später zu erwarten. Nach dem Eisprung wird schon vorsorglich die Gelbkörperphase hormonell unterstützt (v.a. mit dem Gelbkörperhormon Progesteron, aber auch mit Östrogenen und hCG), um eine Einnistungsstörung zu vermeiden.
Anschliessend kann es zur Befruchtung kommen - entweder durch Geschlechtsverkehr am selben und am nächsten Tag oder mit Hilfe der Insemination am Tag nach der HCG-Gabe.
Nach vier bis sechs erfolglosen Zyklen wird meist der nächste Schritt in der Sterilitätsbehandlung begonnen, also die Befruchtung ausserhalb des Körpers, die in-vitro-Fertilisierung ( IVF ).
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Stand: 04/09, BH
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