Kindern kann die Angst vor einer Spritze, üblicherweise bei einer Impfung, genommen werden. Während des Spritzens hilft Ablenkung sehr gut, z.B. indem Sie das Kind an einer anderen Stelle als die Einstichstelle streicheln oder einen sanften Druck ausüben. Bei einem Baby kann man die Aufmerksamkeit des Kindes auf etwas anderes im Raum richten, bei Kleinkindern helfen eventuell Bücher mit ausklappbaren Figuren oder ein Lieblingsspielzeug. Bei Schulkindern lenken Geschichten, Videos, Bücher, Witze, Musik und ähnliches vom Spritzen ab.
Ein kleines Kind fühlt sich in der Regel am sichersten im Arm der Mutter oder des Vaters. Dort sollte es auch geimpft werden. Vorschulkinder und ältere Kinder sollten sich hinsetzen statt hinlegen, da sie sich in dieser Position weniger ausgeliefert fühlen und weniger ängstlich reagieren. Babys können zusätzlich zur Beruhigung gestillt werden oder eine Zuckerlösung erhalten. Für Babys und Kleinkinder hat sich ein Nachmittagstermin für eine Schutzimpfung bewährt, da sie danach leichter schlafen. Das kann ausserdem die Bildung von Antikörpern unterstützen.
Wenn Ihr Kind schon reden kann, sollten Sie ein paar Stunden vor dem Arzttermin altersgerecht erklären, dass es eine Spritze bekommt, um nicht krank zu werden. Sie sollten sollten dabei sachlich und ruhig bleiben, und auch nicht verheimlichen, dass es ein Druckgefühl oder einen kleinen Schmerz geben kann. In Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt könnten sie auch eine betäubende Creme vor dem Impftermin auf die Einstichstellen reiben.
Stand: 1/12, BH
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