Erbrechen kann ein Symptom für verschiedenste Krankheiten sein. Meist ist es nur eine kleine Magenverstimmung, weil Ungewohntes oder zuviel gegessen wurde. Selten stecken aber auch ernste Störungen dahinter, von einer Magen-Darm-Grippe über Mittelohrentzündung, Harnwegsinfekte, Streptokokken-Angina, Blinddarmentzündung, Darmeinstülpung bis hin zu einer Hirnhautentzündung oder einem Hirntumor.
Kleinkinder steigern sich manchmal im Verlauf eines fieberhaften Infektes in unstillbares (azetonämisches) Erbrechen, das oft mit einer Dauertropfinfusion behandelt werden muss. Auch bei Keuchhusten kommt es häufig zu Erbrechen im Anschluss an die Hustenattacken.
Erbrechen, vor allem wenn es zusammen mit Durchfall auftritt, kann zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen, wenn das Kind zuwenig Flüssigkeit aufnimmt und sein Salz- und Wasserhaushalt durcheinander gerät. In solchen Fällen muss geduldig immer wieder in kleinen Portionen leicht gezuckerter Tee oder eine Elektrolytlösung mit Traubenzucker gefüttert werden. Lassen Sie die feste Nahrung ganz weg und kontrollieren Sie, ob Ihr Kind noch mindestens viermal pro Tag uriniert.
Medikamente nutzen meist wenig. Anti-Brechmittel (Antiemetika) sollten bei Kleinkindern grundsätzlich nicht gegeben werden. Antibiotika sind in der Regel sinnlos. Einzig gegen ein fiebersenkendes Arzneimittel ist nichts einzuwenden, zumal die Kinder dann besser trinken und essen.
Lesen Sie bitte auch hier in unserem Bereich "Verschiedenes/Aktuelles":
11.5.2009: Cola schadet bei Durchfall
Stand: 05/09, BH
info [at] swissmom.ch
Inhalt urheberrechtlich geschützt © 2003 Swissmom. Alle Rechte vorbehalten.
Die in www.swissmom.ch enthaltenen Informationen stellen
keinen Ersatz dar für die Untersuchung, Diagnosestellung oder Behandlung
durch medizinisch ausgebildete Fachleute.
Bitte lesen Sie unsere Nutzungsbedingungen
copyright swissmom.ch 2009