Carole Ramuz Isler, Inhaberin der Firma Ginkgo Feng Shui Consulting in Zürich unterstützt mit ihrer Beratung Firmen und Privathaushalte in ihrer Entwicklung und dem persönlichen Wohlbefinden.
swissmom: Was bedeutet Feng Shui?
Carole Ramuz: Feng Shui stellt das Verhältnis zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt seiner Lehre und basiert auf einigen zentralen chinesischen Philosophien wie beispielsweise dem Yin und Yang. Innerhalb der letzten 5000 Jahre hat sich Feng Shui zu einer tiefgreifenden Erfahrungswissenschaft im Bereich des Wohnens und Arbeitens entwickelt.
swissmom: Was soll die richtige Anwendung des Feng Shui fördern?
Carole Ramuz: Ein aufbauendes Zuhause oder ein harmonischer Betrieb ist die Grundlage für ein ausgeglichenes Leben und für gesundes Wachstum, Effizienz, gesunde Mitarbeiter und dadurch auch für mehr Gewinn. Feng Shui zeigt mögliche Massnahmen, die eingeleitet werden sollen, um eine bessere Harmonie zum Umfeld herzustellen.
In der jetzigen Hochleistungsgesellschaft gewinnt ein harmonisches Zuhause wieder an Bedeutung. Feng Shui ist vielfältig und lässt sich an verschiedenen Orten anwenden. Für einen erfolgreichen Tag braucht es beispielsweise einen gesunden Schlaf und erholsame Räume.
Das Schlafzimmer ist ein wichtiger Raum. Durch einen gesunden Schlaf kann der Mensch sich regenerieren. Konzentrationsfähigkeit, Lernleistung, Gesundheit und Erholung werden dadurch gestärkt. Diese Aspekte haben einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität, die Berufsausübung, die soziale Kompetenz und auch auf die Gesundheit.
Hier wirkt sich gutes Feng Shui aus:
swissmom: Wie können wir unsere Umgebung so gestalten, dass wir uns in unserer Wohn- und Arbeitsumgebung wohl fühlen?
Carole Ramuz: Durch die korrekte Anordnung der Räume, die optimale Zusammensetzung von Farben, Formen und Materialen lässt sich die Raumqualität sofort steigern.
Jedes Individuum hat jedoch andere Bedürfnisse in Bezug auf seine Räume. Diese sollen berücksichtigt werden. So sucht beispielsweise ein Kind Wärme, Geborgenheit und Sicherheit, um sich zu entwickeln. Später braucht ein Teenager einen guten Platz, um sich zu konzentrieren.
Wie zeigen Sie sich nach aussen? Ziel einer Feng Shui Beratung ist es immer die Lebensqualität der Bewohner zu steigern und die persönliche Entwicklung zu unterstützen. Durch gezielte Änderungen der Räume lassen sich die nächsten Schritte im Leben bewusst einleiten.
Es gibt jedoch Grundregeln, die überall Anwendung finden. Ein Arbeitsplatz braucht beispielweise einen guten Rückhalt, am besten mit dem Rücken an einer Wand. Nach vorne ist der Blick frei. Vom Arbeitsplatz aus ist die Tür im Blick. Das Bett soll an einem entstörten Platz platziert werden. Störfelder sind u.a. Wasseradern, Erdverwerfungen. Hinter dem Bett soll am besten eine Wand stehen. Das Bett ist mindestens ein Meter vom Fenster entfernt platziert. Es ist nicht immer möglich, alle Regeln einzuhalten, deswegen gilt es immer Prioritäten zu setzen, um aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste heraus zu holen.
swissmom: Wie werden die Räume aufgeteilt? Was bedeuten die Farben im Zusammenhang mit Feng Shui?
Carole Ramuz: Die Farben stehen harmonisch oder disharmonisch zu einander. Es kann auch sein, dass eine Farbe einen Konflikt löst. Ziel ist es, im Feng Shui alle Elemente präsent zu haben. Die Farbe, die jedoch die Situation unterstützt, soll sehr gezielt eingesetzt werden. Um die Farbe in Balance zu halten, arbeiten wir mit der Fünf-Elemente-Lehre (Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall). Diese untersucht die Gesetzmässigkeiten, nach denen dynamische Prozesse (Wandlungen) im Bereich des Lebendigen ablaufen, betont also Werden, Wandlung und Vergehen. In der griechischen Philosophie wurde ein ähnlicher Ansatz insbesondere von Heraklit verfolgt: «panta rhei ».
Der Einsatz von Farben mit der 5-Element-Lehre:
Beim Einsatz von Farben soll man auf jeden Fall die Art des Raumes berücksichtigen. Im Badezimmer vermeidet man gerne Rot, da Rot mit dem Element Wasser in Konflikt steht. Als Feng Shui Berater berücksichtigt man auch die Himmelsrichtung und das Horoskop des Hauses und dessen Bewohnern. Wenn alle Fakten vorhanden sind, lässt sich die beste Farbe für die Bewohner aussuchen und platzieren. Ziel ist es, durch den Einsatz von Farben die Bewohner zu unterstützen.
Es gibt aber auch verschiedene Farbnuancen. Ein Rot ist ja nicht gleich rot. Auch da lohnt es sich, mit Menschen zu arbeiten, die die Farben spüren und sie mit der nötigen Sorgfalt genau einsetzen. Es sollen auf jeden Fall nur Mineralfarben eingesetzt werden.
swissmom: Das Kinderzimmer bildet im Gegensatz zu anderen Räumen unseres Hauses Schlafplatz, Spielplatz und Lernplatz. Was gilt es da zu beachten?
Carole Ramuz: Da gilt es, die verschiedenen Bereiche klar anzuordnen und zu trennen. Gestalten Sie diese Bereiche als eigenständige Räume. Der Lernbereich wird als eigenständiger „Büro-Raum“ gestaltet. Am besten sitzt das Kind mit einer Wand im Rücken. Der Schlafplatz dient der Erholung und soll dementsprechend gestaltet werden. Sanfte Farben und Ordnung sind wichtig. Der Spielbereich unterstützt die Kreativität.
Das können Sie konkret tun, um Ihr Kind zu unterstützen:
swissmom: Feng Shui ist ein lebenslanger Prozess. Was gilt es da zu beachten?
Carole Ramuz: Feng Shui wird erst richtig Wirkung zeigen, wenn es sich zu einem Lebensstil entwickelt. So werden bewusste Ernährung und positive Geistesschulung zum wichtigsten Hilfsmittel für Erfolg, Glück und Gesundheit. Es ist ein laufender Prozess und jeder beginnt, wo er gerade steht. Gewisse Leute leben in aufgeräumte Räume, diese sind jedoch mit Elektrosmog belastet. Andere Menschen belasten sich mit materialistischen Balasten, die sie trotzt allen Bemühungen einfach nicht aus dem Hause kriegen, andere suchen eine Beziehung und leben in Räumen, die es nicht zulassen. Für jede Situation gibt es eine Ausgangslage, die nach der Analyse ins Rollen gebracht werden kann. Das ist das Ziel. Man muss also bereit sein, etwas zu tun, um seine Ziele zu erreichen. Wer lieber zurücklehnt und sich nicht mit sich selber auseinander setzt, ist bei Feng Shui am falschen Ort. Übrigens auch für die Führung von Firmen eignet sich Feng Shui herrvoragend.
swissmom: Was kann man konkret tun, um sein Haus nach Feng Shui einzurichten? Welche Dinge sollten unbedingt vermieden werden?
Carole Ramuz: Vieles kann man sehr einfach vermeiden. Heutzutage sind beispielsweise Fensterwände sehr beliebt. Das sollte man unbedingt vermeiden. Wer vom Glas umgehüllt wird, fühlt sich immer ausgestellt. Irgendwann braucht jeder Mensch eine Rückzugsmöglichkeit. Und wenn man sich nicht zu Hause zurückziehen kann, wo denn sonst?
Sehr oft findet man Spiegel im Schlafzimmer. Während des Schlafes verlässt die Seele den Körper. Beim Zurückkommen ist sie verwirrt, da sie den Körper sowie dessen Spiegelbild vorfindet und nicht weiss, wohin sie gehen soll. In diesem Fall wachen wir dann mit einem plötzlichen Ruck auf. Wenn ein Spiegel am Fussende des Bettes hängt, ist man beim Aufstehen direkt mit seinem Spiegelbild konfrontiert und kann im verschlafenen Zustand erschrecken. Richtig eingesetzt, bringen Spiegel Leben in den Raum.
Beim Home Office oder im Büro steht der Tisch oft mit Blickrichtung gegen eine Wand. Der Rücken schaut zur Tür. Das ist gleich doppelt schlecht. Für ein kraftvolles Arbeiten braucht es einen guten Rückhalt (Wand, Möbel) und den Blick zur Tür. So hat man den Überblick darüber, was kommt.
Ganz wichtig ist auch der Familientisch. Wer eine stabile Familie haben möchte, kauft einen stabilen Tisch – am besten aus einem schönen Holz. Aber bitte vergessen Sie den geerbten Okkationstisch vom Vorfahren. Wer seine Familie mit fremden Geschichten nicht unnötig belasten will, verzichtet lieber auf Nostalgie und kauft sich ganz einfach einen neuen Tisch!
Vieles kann getan werden. Am besten arbeiten Sie von Anfang an mit einem Feng Shui Berater. Er kann Ihnen helfen, Ihre Gedanken zu ordnen und die Prioritäten am richtigen Ort zu setzen.
Dies gilt es in den eignen vier Wänden zu beachten:
Kontakt: Carole Ramuz Isler, Gingko Feng Shui Consult, Seeblickstrasse 17c, 8038 Zürich, Tel. 044 202 88 88, email: welcome@ginkgo-consulting.ch, www.ginkgo-consulting.ch, mit Newsletter Abonnierung: Kostenlose monatliche Tipps, die sofort in die Praxis umgesetzt werden können.
11/08, AS
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