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Die Wahl des passenden Vornamens

Der Vorname eines Menschen wird ihn ein Leben lang begleiten. Nehmen Sie sich Zeit und suchen Sie gut aus. Bedenken Sie dabei immer, dass ein Name einen speziellen Eindruck macht, der die Persönlichkeit des Trägers vor allem in der Kindheit in gewisser Weise widerspiegelt, und dass sehr altmodische oder ausgefallene Namen das Selbstbewusstsein ständig auf die Probe stellen können. Andererseits geraten ausgefallene Vornamen weniger schnell in Vergessenheit.

Bildquelle: Foto&PrintCenter, Universitätsspital BaselVermeiden Sie am besten Vornamen, die schwer auszusprechen oder missverständlich sind, oder die zu Wortspielereien oder Verunstaltungen Anlass geben. Überlegen Sie sich gründlich, welche Kose- und Spitznamen sich aus Ihren bevorzugten Namen ergeben können. Manchmal sind aber gerade diese Kurzformen besonders ansprechend und können als eigenständiger Name gewählt werden. Ungünstig sind grundsätzlich Namen, die bei Kleinkindern noch niedlich sind, bei Senioren aber einfach lächerlich wirken. Oder Namen von Stars, an denen sich das arme Kind Zeit seines Lebens messen muss.

Der Vorname sollte auch vom Klang und von der Länge her zum Nachnamen passen. Es stört z.B. beim Aussprechen, wenn die Endsilbe oder der Endkonsonant des Vornamens identisch ist mit der ersten Silbe oder dem Anfangskonsonanten des Nachnamens. Auch sollte vor einem Nachnamen, der mit einem Vokal beginnt, kein Vorname stehen, der mit einem Vokal endet. Vorname und Nachname sollten sich besser nicht reimen. Die Initialen sollten möglichst nicht zu Spott Anlass geben. Viele empfinden es als wohlklingend, wenn Vor- und Nachname mit demselben Buchstaben beginnen. Zu langen Nachnamen passen am besten kurze Vornamen und umgekehrt. Überlegen Sie sich, ob der Name gut zu Ihrem eigenen Vornamen oder dem der Geschwister passt.

Die Standesämter haben übrigens das Recht, allzu ausgefallene Vornamen abzulehnen, vor allem, wenn das Geschlecht des Kindes nicht erkennbar ist oder seine Persönlichkeitsrechte zu sehr beschränkt werden. Wir haben für Sie die wichtigsten Richtlinien des Schweizerischen Namenrechts und den neuen Gesetzesentwurf zusammengestellt.

Ausserdem finden Sie auf den schlauen swissmom-Seiten eine kleine Liste der offiziell beliebtesten Vornamen in der deutschsprachigen Schweiz. Und wir haben eine Fülle von inoffiziellen, originellen Vorschlägen unserer BenutzerInnen für Mädchen und Knaben gesammelt. Zusätzliche Anregungen bekommen Sie aus speziellen Vornamenbüchern oder den Webseiten in unserer Linksammlung, die auch die entsprechende Bedeutung und Herkunft des Namens erklären. Der Schweizerische Verband der Zivilstandsbeamten hat dazu ein entsprechendes Büchlein herausgegeben, das für 12.50 Fr. bestellt werden kann (SVZ, Drucksachen, Zivilstandesamt, 9001 St. Gallen).

Die jeweils neuen beliebtesten Vornamen 2010 in der Deutschen Schweiz waren nach der jährlichen Erhebung des Bundesamts für Statistik (veröffentlicht im August 2011):

  • Lena, Mia, Lara, Alina, Lea, Laura, Sara, Anna
  • Noah, Luca, Leon, Jonas, David, Nico, Jan, Levin

Trotz der Häufung einzelner Namen brauchen sich werdende Eltern aber keine allzugrossen Sorgen machen, dass ihr Kind mehrere Namensgleiche in der Schulklasse haben wird. Wie ein Sprecher des Bundesamts für Statistik betonte, seien 327 neugeborene Knaben Noah genannt worden, das mache weniger als 1% aller Knaben aus. Mit dem Namen Lena verhalte es sich ähnlich (322 mal).

Bitte lesen Sie dazu auch die swissmom-Mami-Kolumne von Tamar Venditti:
Ab heute heisse ich Noah Nummer fünf.

Stand: 08/11,   PvE        (Dok. 4.1)

 



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