Die wenigsten Paare wünschen sich gleich nach der Geburt eines Babys sofort noch ein Kind. Einmal abgesehen von den körperlichen Strapazen, die Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit bedeuten, bringt so ein kleines neues Familienmitglied doch eine Menge „Turbulenzen“ mit sich, die man erst einmal bewältigen muss.
Es ist ein altes Vorurteil, dass das Stillen den Eisprung unterdrückt und die Verhütung deshalb in den ersten Wochen und Monaten automatisch gewährleistet ist. Richtig ist: Das Hormon Prolaktin, das für die Milchbildung verantwortlich ist, wirkt auf die Funktion der Eierstöcke und unterdrückt die Reifung von Eizellen. Stillende Frauen haben deshalb erst etwa vier bis acht Monate nach der Geburt des Kindes wieder eine Monatsblutung. Wann es wieder zu einem Eisprung und damit zur Möglichkeit einer Befruchtung kommt, lässt sich aber nicht eindeutig vorhersagen. Um über das Stillen den Eisprung wirklich sicher zu unterdrücken, muss die Frau ihr Kind regelmässig alle vier Stunden anlegen, auch in der Nacht. Schon eine einzige längere Stillpause kann den Prolaktin-Spiegel wieder absinken lassen und die Eierstöcke aktivieren.
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Stand: 06/09, BH
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