Wenn Sie sich gegen eine Spitalgeburt entscheiden, können Sie wählen, ob Sie in ein Geburtshaus gehen oder bei sich zu Hause, im eigenen trauten Heim gebären möchten. Ca. 2% aller Geburten in der Schweiz sind Hausgeburten, im Jahr 2002 waren es 957. Als Hauptphilosophie werden Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bei Hausgeburten als natürliche und physiologische Vorgänge im Körper der Frau angesehen. Zu Hause haben Sie den Vorteil, dass Sie sich in Ihrer vertrauten Umgebung befinden und nur die von Ihnen gewählten Personen an der Geburt teilhaben. Sie sollten grosses Vertrauen in Ihren Körper haben und sich zutrauen, eine Geburt ohne Periduralanästhesie zu überstehen. Zu Hause kann nämlich keine Periduralänästhesie durchgeführt werden.
Bereits in der Schwangerschaft nehmen Sie Kontakt auf mit einer Hebamme in Ihrer Nähe. Auf der Homepage des Schweizerischen Hebammenverbands finden Sie Adressen von Hebammen, welche Hausgeburten durchführen. In vielen Regionen gibt es auch Hebammenzentralen, die Sie diesbezüglich anrufen können. Ihre gewählte Hebamme wird Sie ganz individuell über die Vor- und Nachteile einer Hausgeburt beraten und während Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett betreuen.
Eine Hausgeburt kann nur angestrebt werden, wenn während der Schwangerschaft keine Komplikationen aufgetreten sind und eine vaginale Geburt möglich ist. Der Schweizerische Hebammenverband hat dazu strenge Kriterien erarbeitet.
Bitte lesen Sie auch im Bereich "Aktuelles":
27.4.2009: Sicherheit der Hausgeburt
2.8.2010: Hausgeburt ist v.a. für das Kind gefährlich
Stand: 10/10, AS/ET/BH
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