swissmom_bei_facebook

Das Geburtshaus: Eine Alternative zur Geburt zu Hause oder im Spital

Möchten Sie lieber intimer als in einem Spital Ihr Kind zur Welt bringen, so kann das Geburtshaus eine Alternative für Sie sein.Hier können gesunde Frauen, die eine komplikationslose Schwangerschaft hatten, ihr Kind in einer besonders familienfreundlichen Umgebung zur Welt bringen.

Die meisten Geburtshäuser bieten eine kontinuierliche Betreuung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett an. Während den Schwangerschaftskontrollen lernen Sie die Hebammen und die Räumlichkeiten des Hauses kennen. Fast immer bleibt eine Hebamme ohne Schichtwechsel für eine werdende Mutter und ihre Begleitperson bis zur Geburt zuständig und begleitet Sie auch im Wochenbett. Zur stationären Wochenbettbetreuung stehen oft Familienzimmer zur Verfügung.
Meist gehören verschiedene Kurse und alternative Therapien zum Angebot. Informieren Sie sich, welche weiteren Angebote das Geburtshaus in Ihrer Nähe hat.

Grosser Wert wird auf eine individuelle und Ihren Bedürfnissen entsprechende Betreuung gelegt. Die Selbstbestimmung wird gefördert,  Eigenverantwortung und das Gesundheitsbewusstsein der Frau stehen dabei im Vordergrund.

Geburtshäuser werden ausschliesslich von Hebammen betrieben. Bei Verdacht auf Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett wird die Betreuung in Zusammenarbeit mit Gynäkologinnen, Gynäkologen, Kinderärztinnen und Kinderärzten weitergeführt und Sie werden bei Bedarf in ein nahegelegenes Spital überwiesen. In einem Geburtshaus kann nur physiologisch (natürlich) entbunden werden, d.h. es kann zum Beispiel kein Kaiserschnitt und keine Periduralanästhesie (PDA) gemacht werden.

Mehrere Studien aus dem Ausland belegen, dass spitalexterne Geburten bei gesunden Frauen mit niedrigem Risiko die gleiche Sicherheit für Mutter und Kind bieten wie Spitalgeburten. Bei Hebammengeburten werden zudem weniger Dammschnitte durchgeführt, weniger Wehenmittel und medikamentöse Schmerztherapien angewendet.

Falls Sie sich eine Geburt im Geburtshaus nicht vorstellen können, aber trotzdem eine kontinuierliche Hebammenbetreuung wünschen, informieren Sie sich welche Kliniken eine Begleitung durch Beleghebammen anbieten.

Klären Sie bei dem Geburtshaus in Ihrer Nähe ab, ob sie eine Wochenbettabteilung haben und ob Ihre Krankenkasse die Kosten dafür übernimmt. Das ist grundsätzlich der Fall bei Geburtshäusern, die auf der Spitalliste A stehen. Bei allen anderen müssen Sie einen Teil der Kosten eventuell selbst übernehmen, wenn Sie grundversichert sind.

Ihre Hebamme, Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt können Ihnen sagen, ob es in Ihrer Nähe ein Geburtshaus gibt und welche Erfahrungen sie bisher damit gemacht haben. Die Interessengemeinschaft der Geburtshäuser der Schweiz IGGH-CH hat eine eigene Website:  www.geburtshaus.ch . Rufen Sie doch im Geburtshaus in Ihrer Nähe an und erkundigen Sie sich vor Ort, denn jedes Geburtshaus hat eigene Angebote und Spezialitäten.

Das Magazin "Geburtshäuser Schweiz" ist kostenlos zu bestellen mit einem frankierten A3 Couvert bei

Gisela Burri
Hebamme, Vorstand IGGH-CH
Geburtshaus Zürcher Oberland
Schürlistrasse 3
8344 Bäretswil
www.geburtshaus-zho.ch oder unter geburtshaus@bluewin.ch

Bitte lesen Sie auch das Interview mit Gerda Umenhofer-Härtsch und Riccarda Riedi vom Geburtshaus Engadin in Samedan.

Stand: 08/11, das swissmom Hebammen Team

 



info [at] swissmom.ch

Inhalt urheberrechtlich geschützt © 2003 Swissmom. Alle Rechte vorbehalten.
Die in www.swissmom.ch enthaltenen Informationen stellen keinen Ersatz dar für die Untersuchung, Diagnosestellung oder Behandlung durch medizinisch ausgebildete Fachleute.

Bitte lesen Sie unsere Nutzungsbedingungen

copyright swissmom.ch 2009

Newsletter
Anthrazit Siegel