In vielen Ratgebern für Schwangere steht: Wenn die Wehen regelmässig alle 10 Minuten kommen, sollten die werdenden Eltern langsam losfahren. Diese Regel ist aber viel zu starr. Es kommt unbedingt auch auf Ihr Gefühl an.
Fühlen Sie sich zu Hause unsicher und ängstlich, begeben Sie sich besser in fachkundige Hände. Auch wenn die Wehen noch nicht ganz alle 10 Minuten kommen. Andererseits: Geht es Ihnen zu Hause noch besonders gut und gelingt es Ihnen, die gewohnte Umgebung und Ruhe zu geniessen, brauchen Sie noch nicht aufzubrechen. Tanken Sie ruhig noch Kraft und nehmen Sie die gute Stimmung von zu Hause mit. Gerade die ersten Kinder kommen so gut wie nie überstürzt, Ihr Körper lässt Ihnen schon Zeit. Eine Sturzgeburt ist extrem selten.
Viele Frauen haben Angst, wieder nach Hause geschickt zu werden, wenn die Wehen noch nicht oft genug kommen. Das ist aber nur der Fall bei einem eindeutigen Fehlalarm, also wenn sich überhaupt noch nichts tut und der Herzton-Wehenschreiber keine Kontraktionen dokumentieren kann. Ein ganz guter Nebeneffekt der sinkenden Geburtenrate ist, dass Sie auch mit noch leichten Wehen im Spital gern gesehen sind. Einfühlsame Hebammen bemühen sich um Sie, damit die Anspannung weicht und ihr Körper das Kind loslassen kann.
Auf jeden Fall sollten Sie sich zur Klinik begeben, wenn die Fruchtblase gesprungen ist, am besten dann sogar in liegender Position.
Mit Wehen im Auto? Das sollten Sie beachten.
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