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Das CTG oder der Herzton-Wehenschreiber (Cardiotokograph) 

Vielleicht haben Sie den Begriff CTG auch schon gehört. Kurz vor der Geburt, bei Übertragungen und vor allem während der Geburt werden die Herztöne des Kindes noch im Mutterleib aufgezeichnet. Nahezu in jedem Gebärsaal steht ein CTG-Gerät. Die Abkürzung steht für Cardio-Tokograph, was Herzton-Wehenschreiber bedeutet. Es wird aufgezeichnet, wie schnell das Herz des Babys pocht, wie gut es mit den Wehen zurechtkommt.

Nicht nur ein Papierstreifen mit den Herzton-Kurven kommt aus dem Apparat, sondern auch Töne. Das (mehr oder weniger) regelmässige Wummern der Herztöne Ihres Babys begleitet Sie bei der Geburt. Viele werdende Mütter finden es beruhigend, ihr Ohr gleichsam beim Kind haben können. Und zum Glück sind die Herztöne auch nur in Ausnahmefälle besorgniserregend. Sie müssen sich nicht ängstigen, wenn der Puls des Babys rast, 120 bis 140 Schläge pro Minute gelten unter der Geburt als normal. Sie müssen sich vorstellen: Das Herz Ihres Kind ist gerade mal 23 Gramm schwer, es muss einfach oft pumpen, um den Körper zu versorgen. Auch “Stolperer“, das heisst kleine Unregelmässigkeiten beim Pochen, sind nicht schlimm.

Damit das CTG geschrieben werden kann, bekommen Sie zwei kleine Sensoren auf den Bauch - einen für die Wehen, einen für die Herztöne. Manchmal drücken diese angeklebten „Fühler“, gerade wenn der Bauch in den Wehen hart wird. Verläuft alles normal, können Sie zwischendrin ruhig von dem Gerät abgehängt werden. Auch ein breites Baumwollband, das über Ihren Bauch gezogen wird, mildert den Druck der Sensoren.

Viele werdende Väter flüchten zu den CTG-Kurven, weil sie so etwas Handfestes sind in den Stunden der Unsicherheit. Aber zuviel Aufmerksamkeit hat die Maschine nicht verdient. Und: Für den Laien ist es unmöglich, die Kurven zu deuten. Deshalb sollten die Männer sich lieber voll und ganz ihrer Frau zuwenden.

Stand: 06/11, AS



 

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