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Die Hormonspirale

Einen sehr zuverlässigen Schutz bietet die rund drei Zentimeter lange und weiche Hormonspirale, auch Intra-Uterin-System genannt. Diese Einlage in die Gebärmutter gibt langsam und gleichmässig minimale Mengen eines Gelbkörperhormons ab. Die Frauen haben in der Regel Eisprünge, das Ei kann sich aber nicht einnisten, da die Schleimhaut dünn und unwirtlich bleibt. Da das abgegebene Hormon eine vorwiegend lokale Wirkung hat, genügen geringste Mengen, um eine zuverlässige Verhütung zu garantieren. Und die Hormonspiegel im Blut liegen deutlich tiefer als bei anderen hormonellen Methoden.

Das Hormon geht in geringsten Mengen in die Muttermilch über. Es liegen jedoch keine Hinweise für eine nachteilige Wirkung auf die Gesundheit des Kindes vor. Die Menge und die Beschaffenheit der Muttermilch wird anscheinend dadurch ebenfalls nicht beeinflusst.

Die Hormonspirale kann nach einer normalen Geburt eingelegt werden, sobald die Gebärmutter ihre normale Grösse erreicht hat. Dies ist etwa nach sechs Wochen der Fall. Nach einem Kaiserschnitt sollte die Einlage frühestens nach 12 Wochen erfolgen.

Vorteile: Sehr hohe Sicherheit. Da das System hauptsächlich am Ort des Geschehens wirkt und der Hormonspiegel im Blut sehr niedrig ist, beeinflusst es den Körper kaum und wird deshalb in den meisten Fällen gut vertragen. Neben der Reduktion der Monatsblutungen werden schmerzhafte Blutung häufig positiv beeinflusst. Die Frau muss nicht mehr täglich an Verhütung denken. Die Fruchtbarkeit wird durch die Anwendung dieser Methode nicht beeinträchtigt. Die Möglichkeit, schwanger zu werden, besteht nach dem Entfernen der Hormonspirale sofort wieder beim nächsten Eisprung. Ein weiterer Vorteil: Die Menstruation bleibt zum Teil auch nach der Stillzeit aus und dadurch entfallen mögliche Menstruationsschmerzen.

Nachteil: Am Allgemeinen wird das Hormon abgebende Intra-Uterin-System gut vertragen. Während der ersten drei Monate nach der Einlage können gewisse Begleiterscheinungen auftreten, zum Beispiel Unterleibsschmerzen, Brustspannen, Übelkeit, Akne oder andere Hautprobleme. Ausserdem können in den ersten drei bis sechs Monaten Zwischenblutungen oder verlängerte Blutungen vorkommen. Diese Nebenwirkungen verschwinden jedoch bei den meisten Frauen nach einiger Zeit wieder. Bei ungewöhnlich starken, lang anhaltenden Blutungen sollte jedoch ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden, der/die durch eine Ultraschalluntersuchung die Lage des Systems überprüft.

Stand: 02/12, BH

 



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