Eine sehr sichere Verhütungsmethode ist die Kupferspirale. Warum die Spirale empfängnisverhütend wirkt, ist nicht genau bekannt. Es wird angenommen, dass durch das Kupfer der Spirale und die lokale Entzündungsreaktion in der Gebärmutter die Spermien abgetötet werden. Die beschriebenen Vorgänge bilden sich nach dem Entfernen einer Spirale rasch zurück, so dass wieder eine Schwangerschaft eintreten kann.
Intrauterinspiralen können auch während der Stillzeit verwendet werden, denn sie üben keinerlei Einfluss auf die Milchproduktion und das Baby aus. Eine Intrauterinspirale darf jedoch frühestens sechs Wochen nach einer Geburt eingesetzt werden. Andernfalls kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Infektionen kommt oder die Spirale wieder ausgestossen wird.
Nach demselben Prinzip funktioniert die sogenannte Kupferkette (Gynefix). Das Risiko von Schmerzen und starken Blutungen soll etwas geringer sein.
Vorteil: Sichere, hormonfreie Verhütung über eine Zeit von bis zu fünf Jahren.
Nachteile: Selten können kurz nach dem Einlegen der Spirale krampfartige Schmerzen, ähnlich wie bei der Menstruation, auftreten. Diese Beschwerden vergehen im allgemeinen bereits nach wenigen Stunden. Leichte Schmierblutungen nach dem Einlegen können bis zu 6 Wochen bestehen. Vor allem in Zusammenhang mit der Einlage können Unterleibsentzündungen vorkommen. Ein solches erhöhtes Risiko besteht vor allem für Frauen, die in wechselnden Partnerschaften leben oder noch nicht geboren haben. Die Regelblutungen sind bei Frauen, die eine Spirale tragen, teilweise verstärkt. Bei 10 Prozent aller Frauen muss die Spirale wegen zu starker Blutungen während der Periode oder wegen zu starker Schmerzen wieder entfernt werden. Das Risiko von Verletzungen der Gebärmutter beim Einsetzen der Spirale ist gering. Sie kommen in 1000 Fällen nur ca. einmal vor.
Stand: 02/08, BH
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