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Die Brust im Wochenbett

Am dritten oder vierten Tag nach der Geburt werden Ihre Brüste sehr stark anschwellen und sich schwerer und empfindlicher anfühlen und wahrscheinlich sogar schmerzen. Dies zeigt, dass die Milch einschiesst. Wenn Sie Ihr Neugeborenes stillen, haben Sie bis zum Milcheinschuss schon einige Erfahrungen sammeln können, wie Sie Ihr Kind auch unter diesen schwierigen Bedingungen am besten anlegen.

Nehmen Sie sich besonders viel Zeit für die Mahlzeiten, denn Stillen ist die erfolgreichste Methode, die Schmerzen zu lindern. Wenn Sie direkt vor dem Stillen ein warmes Handtuch über Ihre Brust legen oder eine warme Dusche nehmen, kommt der Milchfluss am Beginn der Mahlzeit besser in Gang. Ein gut sitzender Stillbüstenhalter, der idealerweise aus Baumwolle sein sollte, nimmt auch etwas von der Brustspannung. Stilleinlagen in Ihrem Büstenhalter saugen austretende Muttermilch auf. Nach dem Stillen ist ein kalter Waschlappen oder eine Kühlpackung sehr wohltuend.

Der Milcheinschuss dauert nur wenige Tage. Wenn es mehr als zehn Tage nach der Geburt zu Schmerzen in der Brust kommt, hat das andere Gründe: Eventuell ist durch einen verstopften Milchgang ein Milchstau entstanden oder durch wunde Brustwarzen sind Keime in das Brustdrüsengewebe eingedrungen und haben eine Infektion, eine sogenannte Mastitis, ausgelöst.

Mütter, die nicht stillen wollen oder können, stellen fest, dass sich ihre Brust ungefähr eine Woche nach der Geburt verkleinert. Bis dahin leistet ein guter Stützbüstenhalter den schmerzenden Brüsten auch hier gute Dienste. Wenn Sie nicht stillen möchten, dürfen Sie auf keinen Fall zur Entlastung Milch abpumpen. Die Milchdrüsen werden dadurch nur zu verstärkter Milchproduktion angeregt. Früher hat man häufig mit Hilfe von Medikamenten abgestillt. Diese Präparate haben jedoch manchmal unangenehme Nebenwirkungen und können in Einzelfällen sogar gefährlich werden. In den Vereinigten Staaten beispielsweise wurde das am häufigsten verabreichte Medikament aus dem Verkehr gezogen. Die Milchproduktion kann nach Absetzen des Medikaments auch wieder einsetzen. Aus diesen Gründen finden natürliche Methoden zum Abstillen heute mehr Befürworter.

Stand: 03/09, BH

 



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