Der Schleimpfropf

Der Schleimpfropf bildet sich zu Beginn der Schwangerschaft im Muttermund und schützt dort die Gebärmutter z.B. vor aufsteigenden Keimen. Wenn dieser Schleimpropf ausgeschieden wird, deutet das zusammen mit den anderen Anzeichen auf das baldige Einsetzen der echten Wehen hin. Ist er mit wenig Blut vermischt ist, wird das „Zeichnen” genannt. Der Muttermund hat sich geweitet und dabei löst sich der Schleim.

Normalerweise ist der Pfropf von klebriger oder schleimiger Konsistenz und mit Blut durchsetzt, so dass ein rötlicher oder brauner blutiger Ausfluss entsteht. Es wird also lediglich Schleim mit einer geringen Menge Blut ausgeschieden. Bei starkem Blutverlust sollten Sie sich deshalb sofort mit Ihrer Hebamme oder dem Spital in Verbindung setzen.

Der Schleimpfropf kann sich schon bis zu zwölf Tage vor Einsetzen der Wehen lösen, in den meisten Fällen geschieht dies allerdings erst ungefähr einen Tag vorher. Wenn Sie den Abgang des Pfropfes etwa zum Zeitpunkt Ihres errechneten Geburtstermins beobachten, ohne jedoch einen Blasensprung bzw. Blutungen oder regelmässig auftretende Kontraktionen zu bemerken, dann brauchen Sie sich noch nicht an Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Ihre Hebamme zu wenden. Packen Sie jedoch vorsichtshalber schon einmal Ihren Klinikkoffer, falls Sie sich für eine Geburt im Spital entschieden haben. Vermutlich werden Ihre Wehen innerhalb der nächsten ein bis zwei Tage beginnen.

Bei manchen Frauen setzen die Wehen auch ohne vorheriges Zeichnen ein.

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Stand: 04/08, BH/ET

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