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Echte Wehen

Bildquelle:Foto&PrintCenter,Universitätsspital Basel

Die Kontraktionen, die den Geburtsbeginn einleiten, können zunächst krampfartige Schmerzen sein, ähnlich den Schmerzen während der Periode, die im Bauch, im Rückenbereich oder in den Oberschenkeln spürbar sind. Später können sich die Wehen wie ein Gürtel anfühlen, der immer enger wird und sich dann wieder lockert. Setzen die Geburtswehen in der Nacht ein, ist es praktisch unmöglich, wieder einzuschlafen, da die Kontraktionen immer stärker werden. Zwischen den Wehen liegt jeweils eine völlig schmerzfreie Phase. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Wehen eingesetzt haben, ist, dass sie durch ein warmes Bad nicht gemildert, sondern eher noch verstärkt werden. Jede Frau wird jedoch die Wehen wieder anders erleben, da nicht alle Frauen gleich schmerzempfindlich sind.

Allerdings können die Geburtswehen zu Beginn auch nur schwach sein bzw. in grossen Abständen auftreten und sind somit leicht mit den Vorwehen zu verwechseln. Wenn die Kontraktionen allmählich stärker und schmerzhafter werden, länger andauern und in immer kürzeren regelmässigen Abständen auftreten, können Sie davon ausgehen, dass es nun ernst wird. Kontraktionen, die länger als 20 und bis zu 60 Sekunden andauern, über eine Stunde hinweg alle fünf bis sieben Minuten auftreten und kontinuierlich immer schmerzhafter werden, sind normalerweise ein sicheres Anzeichen für die „echten“ Wehen.

Jetzt sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrer Hebamme in Verbindung setzen oder ins Spital fahren. Versuchen Sie, sich zu merken oder aufzuschreiben, wie häufig die Wehen auftreten und wie lang die Abstände dazwischen sind. Im Spital wird man Sie danach fragen, da dies ein Hinweis darauf sein kann, wie kurz die Geburt bevorsteht.

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Stand: 04/08, BH/ET



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