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Die Nachteile der Epidural-Analgesie

Bei einer Epidural/Peridural-Analgesie kann es gelegentlich vorkommen, dass sich das Betäubungsmittel (Anästhetikum) nicht gleichmässig verteilt und in bestimmten Bereichen des Unterleibs und der Oberschenkel nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Die Kontraktionen sind dann in diesen Bereichen noch schmerzhaft spürbar. Wenn Ihre Beine zu schwach und ohne Gefühl sind, können Sie nicht mehr aufstehen und umherlaufen.

Ein weiterer Nachteil einer Entbindung unter EDA kann sein, dass sich die Mutter vom Geschehen ausgeschlossen und vom medizinischen Personal abhängig fühlt, da sie ihr Kind und die Kontraktionen nicht mehr gut spüren kann. Die Austreibungsphase selbst kann unter dem Einfluss der Peridural-Analgesie etwas länger dauern, es sei denn die Wirkung des Anästhetikums hat bereits etwas nachgelassen, wenn der Zeitpunkt für die Presswehen gekommen ist.

Manche Frauen haben mit einer EDA Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Dann muss eventuell ein Schlauch in die Blase eingeführt werden (Blasenkatheter), der die Entleerung der Harnblase erleichtert bzw. ermöglicht.

Nach einer durch Epidural-Analgesie unterstützten Entbindung müssen Sie eventuell noch einige Stunden im Bett bleiben, wenn Sie noch zu schwach sind aufzustehen. In seltenen Fällen treten nach einer EDA starke Kopfschmerzen auf, die normalerweise nach ein paar Tagen wieder nachlassen und gut behandelbar sind. Weiterhin kann es vorkommen, dass nach einer Geburt Taubheitsgefühle in den Füssen und Beinen auftreten. Gewöhnlich legen sich alle diese Symptome aber nach Wochen und Monaten von selbst. Insgesamt ist die Gefahr von Langzeitschäden an den Nerven oder der Wirbelsäule ausserordentlich gering.

Bitte lesen Sie zu diesem Thema auch unser Experten-Interview mit Prof. Dr. med. Helmut Gerber zum Thema Schmerzerleichterung bei der Geburt durch Selbstbestimmung mit Hebamme Dominique Hochuli und Frau Dr. med. Pascale Stapfer.

Stand: 02/11, BH/AS

 



 

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