Ein Alarmzeichen: Mekonium im Fruchtwasser

Besteht der Verdacht auf eine fetale Mangelversorgung werden Ihnen Hebamme und Frauenarzt oder Frauenärztin vorschlagen, zunächst die Fruchtblase zu sprengen (Amniotomie), wenn der Blasensprung noch nicht von selbst erfolgt ist. Dann kann man an der Farbe des Fruchtwassers beurteilen, ob das Baby schon in der Gebärmutter Kindspech ausgeschieden hat. Kindspech oder Mekonium nennt sich der erste schwärzliche Stuhlgang des Babys, der normalerweise erst nach der Geburt abgeht. Ein vorzeitiger Mekoniumabgang kann ein Hinweis sein auf "fetal distress", d.h. dem Kind geht es nicht mehr so gut.

Durch Kindspech grünlich verfärbtes Fruchtwasser kann aber auch bei Babys beobachtet werden, die nicht unter fetal distress leiden, besonders, wenn sie nach dem erwarteten Termin geboren werden (Übertragung). Ca. 13 % der Babys scheiden während der Wehen Kindspech ins Fruchtwasser aus, aber nur wenige davon leiden wirklich unter einer Mangelversorgung. Trotzdem muss bei Verdacht auf fetal distress das Fruchtwasser auf Spuren von Mekonium untersucht werden.

Stand: 06/08, BH

 

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