Wenn Sie Ihr Kind nach Bedarf stillen, werden Sie von selbst die richtige Menge Milch produzieren. Ist das Angebot zu gross, wird Ihr Kind die Brust nicht leer trinken, was dann wiederum zu verminderter Produktion führt. Wird Ihr Kind kurzfristig mal nicht satt, macht es vielleicht einen Wachstumsschub durch. Das ist typisch zwischen dem 8. und 10. Lebenstag, mit 5 - 6 Wochen und zwischen dem 3. und 4. Monat. Es verlangt öfter nach Mahlzeiten, und dadurch wird automatisch die Milchproduktion stärker angeregt. Sie brauchen also nicht gleich zu der Schoppenflasche zu greifen, denn dann würde die Milchproduktion abnehmen.
Um die Milchproduktion zu steigern, gibt es also nur ein Rezept: Häufiger anlegen und viel trinken, z.B. speziellen Milchbildungs- oder Stilltee mit Anis, Fenchel, Melisse, Basilikum und Brennessel, Rivella oder Mineralwasser. Werden Sie nicht ungeduldig. Nach 24 Stunden häufigerem Anlegen hat sich die Milchproduktion der gesteigerten Nachfrage meist wieder angepasst.
Ganz wichtig beim erfolgreichen Stillen ist: Kümmern Sie sich auch um sich selbst, essen Sie ausreichend, trinken Sie soviel Sie können und gönnen Sie sich Ruhepausen. Wenn Sie sich wohl fühlen und ausgeruht sind, hat dies auch eine positive Wirkung auf den Milchfluss.
Ein Baby, das genügend Milch bekommt, ist nach jeder Stillzeit zufrieden und ausgeglichen. Der Stuhl ist weich und gelblich. Es kann auch sein, dass tagelang kein Stuhlgang kommt. Pro Tag sollte Ihr Kind ca. 6 mal einnässen, ohne dass zusätzliche Flüssigkeit verabreicht wird. Ihr Kind sollte ausserdem einen glücklichen und zufriedenen Eindruck machen. Erst wenn dies alles nicht mehr der Fall ist, sollte über Zuschöppeln nachgedacht werden.
Stand: 03/11, MR
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