Die Folgemilch (oder 2-Nahrung) ist in der Eiweissstruktur der Muttermilch dann nicht mehr so stark angeglichen und sollte frühestens ab dem 6. Monat gegeben werden, besser sogar erst, wenn das Kind auch Beikost (Brei) isst. Der Energiegehalt ist höher als bei der Muttermilch, weil das Kind jetzt immer aktiver wird, und je nach Hersteller ist auch Zucker (in Form von Glucose oder Maltodextrin), Eisen und Jod zugesetzt.
Fachleute empfehlen im allgemeinen eine spezielle Säuglingsmilch zu benutzen, bis das Kind ein Jahr alt ist. Welche Marke Sie verwenden, ist eigentlich egal, denn die Ernährungsmittelhersteller müssen strenge Richtlinien einhalten, sodass alle in der Schweiz erhältlichen Produkte sehr gut geeignet sind. Allerdings ist es sinnvoll, speziell in den ersten Monaten immer die gleiche Milch zu verwenden, damit die Verdauung bzw. der ganze Organismus des Säuglings nicht unnötig belastet wird.
Folgemilchen Nr. 3 und solche mit diversen Geschmacksrichtungen (Vanille, Schoggi, Früchte, Gemüse etc.) sowie Juniormilchen sind in der Regel nicht nötig und wegen ungünstiger Gewöhnung nicht empfehlenswert.
Falls Sie Ihrem Kind vor dem 12. Lebensmonat Kuhmilch geben möchten, sollten Sie unbedingt Vollmilch verwenden und diese mit Wasser verdünnen, und zwar im Verhältnis 2/3 Milch und 1/3 Wasser. Diese wird frühestens ab dem 7. Monat vertragen.
Aus unserem Bereich "Häufige Fragen":
Man soll ja nicht so früh mit Kuhmilch füttern. Kann man stattdessen Sojamilch nehmen?
Stand: 09/11, MR/BF
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