Beikost sind alle Lebensmittel in der Säuglingsnahrung, welche nach und nach die üblichen Milchmahlzeiten (Schoppen oder Muttermilch) ersetzen. Für stillende Mütter bedeutet Beikosteinführung nicht Abstillen, sondern eine langsame Verminderung der Muttermilchmenge und Stillmahlzeiten. Der Wechsel von der Muttermilch zur Beikost muss natürlich Schritt für Schritt erfolgen. Für ein gestilltes Kind ist die Brust der Lebensmittelpunkt, eine vertraute Quelle für Nähe, Wärme und Trost. Wird sie ihm abrupt entzogen, kann seine kleine Welt ins Wanken geraten. Es empfiehlt sich, sehr langsam eine weitere Brustmahlzeit zu ersetzen. So kann sich das Kind langsam auf die neue Kost umstellen.
Grundsätzlich muss auch hier wieder betont werden: Muttermilch ist die beste und preiswerteste Nahrung, die es für Ihr Baby gibt. Deshalb wird das volle Stillen bis zum 6. Monat empfohlen.
Ab dem 5.-6. Monat ist in der Regel auch das Verdauungssystem, die Nierenfunktion und der Stoffwechsel so weit entwickelt, dass Ihr Baby Beikost vertragen kann. Spätestens im 7. Monat werden viele Babys dann mit alleinigem Stillen oder Schoppenernährung nicht mehr richtig satt und benötigen ausserdem Nährstoffe, die in der Muttermilch allein nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen - die wichtigsten Gründe für die Einführung der Beikost.
Wie ein Tages-Menuplan für ein ca. 7 Monate altes Kind aussehen könnte, zeigen wir Ihnen hier.
Auch wenn Babys noch drei bis vier Still- oder Schoppenmahlzeiten bekommen, bieten Sie zu den Breimahlzeiten etwas Flüssigkeit zum Trinken an. Am besten ungesüssten Tee, Wasser oder stark verdünnten Fruchtsaft. Überlassen Sie dem Kind das Teefläschchen nie zum Dauernuckeln. Und geben Sie Teegetränke aus dem Becher, sobald Ihr Baby damit umgehen kann. Gesüsster Tee enthält zuviele Kalorien und ist eine grosse Gefahr für die Entwicklung der Milch- und bleibenden Zähne (Nuggelflaschenkaries).
Wir geben Ihnen Tipps zur Fütterungstechnik, damit es nicht zum Kampf mit dem Löffel kommt!
Stand: 12/11, MR
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