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Babybrei - selbstgekocht

Als erste zusätzliche Nahrung zur süss schmeckenden Muttermilch oder Schoppenmilch mögen Babys gern Rüebli wegen ihrer natürlichen Süsse. Falls Ihr Baby einen besonderen Geschmack hat, versuchen Sie es mit einem anderen verträglichen Gemüse (Kürbis, Fenchel, Pastinake) oder mischen Sie anfangs etwas süsses Obst (z. B. Banane, Birne oder Apfel) unter den Brei. Verträgliche Gemüsesorten für das erste Jahr sind in der Regel ausserdem: Spinat (frisch oder tiefgekühlt), Zucchetti, Brokkoli, Kohlrabi, Erbsen (frisch oder tiefgekühlt) und Blumenkohl.

Für die ersten Löffelversuche gibt es auch fertigen Karottenbrei (125 g) im Glas, dem Sie nach dem Aufwärmen (im Flaschenwärmer, Wasserbad oder in der Mikrowelle) nur noch Öl und Saft zufügen müssen. Teilen Sie am besten die Menge, da anfangs wirklich nur ein oder zwei Löffel gekostet werden. Eine Hälfte erwärmen Sie direkt (im Gläschen) und die andere Hälfte stellen Sie für den nächsten Tag in einem sauberen Schraubdeckelglas oder einer Frischhaltedose in den Kühlschrank.

 

Rezept für 150-200 g Gemüse-Brei

  • Ca. 2 Teile Karotten (100 g) und 1 Teil weichkochende Kartoffeln (50 g). Schälen und in Stücke geschnitten in wenig Wasser (Topfboden ist gut bedeckt), im Steamer oder Dampfkochtopf weich kochen. Das sollte nicht länger als 5-10 Minuten dauern. Mit vitamin-C-reichen Säften (z.B.: Orangen-, Sanddorn- oder Holundersaft) und, je nach Bedarf, wenig Kochflüssigkeit pürieren, bis der Brei cremig ist.  
  • Ganz am Schluss 10 g Fett (= 1 gestrichener EL Raps-, Oliven-, Maiskeim- oder Sojaöl) zugeben. Kaltgepresste Öle schmecken zum Teil sehr intensiv – das gilt insbesondere für Rapsöl. Besser ist raffiniertes Rapsöl ohne starken Eigengeschmack. Verwenden Sie im ersten Lebensjahr gereinigtes und raffiniertes Öl oder Bio-Öl.
  • Vor 8-10 Monaten kein Salz, Bouillon oder Aromat verwenden, dies kann der noch nicht ganz ausgereiften Niere schaden.
  • Später können weitere Gemüsesorten (s.o.) verwendet werden. 
  • Ab dem 6.-8. Monat 3x pro Woche ca. 30 g Fleisch (2 gestr. EL) beigeben. Ein Rezept finden Sie weiter unten. Ab dem 10. Monat ist auch Fisch erlaubt. Falls Sie Ihr Kind aber vegetarisch ernähren möchten, besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrer Mütterberaterin. Sie kann Ihnen sagen, was dabei zu beachten ist.
  • Gegen Ende des ersten Lebensjahres kann der Kartoffelanteil durch Reis, Mais oder feine Teigwaren ersetzt werden.
  • Für den kleinen Vorrat die zwei- bis dreifache Menge Gemüse zubereiten. Den Gemüsebrei schnell in kaltem Wasser abkühlen, in Schraubgläschen (z.B. saubere Brei- oder Marmeladengläschen) oder Frischhaltedosen füllen und in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag eine Portion davon im heissen Wasserbad, Flaschenwärmer oder in der Mikrowelle erwärmen. Erst zum Schluss Saft und Öl unterrühren. Vor dem Füttern Temperaturtest nicht vergessen!
  • Für den grossen Vorrat die zehnfache Menge Gemüse garen, pürieren, schnell im kalten Wasserbad abkühlen und in kleinen Portionen von etwa 100-200 g (jeweils für ein bis zwei Tage) einfrieren. Für den Start können Sie den Brei auch im Eiswürfelbereiter einfrieren und täglich einen oder mehrere Würfel erwärmen.
  • Achtung: Spinatbrei nicht warmhalten oder wiedererwärmen! Aus Nitrat können durch Bakterien Nitrit und Nitrosamine entstehen, die gesundheitsschädlich sind.
  • Bei Allergierisiko: Gekochte Möhren sind zu Beginn gut verträglich und lösen selten Allergien aus. Wechseln Sie frühestens nach drei bis vier Tagen die Gemüsesorte und kombinieren Sie nur bereits auf Verträglichkeit getestete Sorten. Das gilt auch für Fertigbreie. Je mehr verschiedene unbekannte Zutaten ein Brei enthält, desto schwieriger ist es, herauszufinden, welche die Unverträglichkeit verursacht hat.

Rezept für Früchtebrei (evtl. mit Getreide)

  • 1-2 Äpfel oder Birnen schälen, fein reiben oder weichkochen und pürieren.
  • Evtl. 1/2 - 1 Banane zerdrücken und mit einer Gabel schaumig schlagen.
  • Bei Verstopfung den Apfel kochen oder durch eine Birne ersetzen. Weniger Banane geben.
  • Varianten zum Abwechseln sind Beeren, Melone, Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche, Zwetschgen.
  • Der Früchtebrei kann bei grösserem Hunger mit Instant- oder gekochtem Getreidemehl / Getreideflocken (Hirse, Mais, Reis) angereichert werden. Ab dem 6. Monat sind alle Getreidesorten erlaubt.
  • Ab dem 6. Monat können 2-3 Teelöffel Naturjoghurt beigemischt werden.

Rezept für Milch-Getreidebrei

  • 200 ml Schoppen- oder Zweidrittel-Milch (140 ml Vollmilch und 70 ml Wasser)
  • und 20 g Getreidegriess oder –flocken werden kurz aufgekocht.
  • Empfehlenswert ist die Zugabe von etwas Fruchtbrei oder –saft.
  • Auf Zucker sollten Sie unbedingt verzichten!

Der Milch-Getreidebrei wird in der Regel als Abendmahlzeit eingeführt. Er besteht aus quellfähigen Getreideprodukten wie Weizengriess oder Getreideflocken. Zu bevorzugen sind Vollkorngetreideflocken. Weitere Beispiele für Getreidegerichte sind Hirse-, Zwieback-, Hafer- oder Maisbrei.

Die meisten im Handel erhältlichen Fertigbreie enthalten bereits Milch in Trockenform und müssen nur noch mit warmem Wasser angerührt werden.

Grundrezept Fleisch für den Vorrat

  • Für 4-6 Portionen: 125 g Fleisch (Schweinsschnitzel oder Filet, Pouletbrust, Rindshackfleisch), evtl. waschen, trockentupfen und in grobe Stücke schneiden.
  • In wenig kochendem Wasser (Fleisch ist gerade bedeckt) auf kleinster Stufe im geschlossenen Topf etwa 30 Minuten weich garen.
  • Mit etwas Kochflüssigkeit cremig pürieren.
  • Füllen Sie das gegarte, pürierte und schnell im Wasserbad abgekühlte Fleisch in ein Schraubglas oder eine Frischhaltedose und lagern Sie es an der kältesten Stelle des Kühlschranks (Nullgradfach oder in der Nähe des Gefrierfachs). Der frische Fleischvorrat sollte in den darauffolgenden Tagen verbraucht sein. Pro Breiportion brauchen Sie etwa zwei gestrichene EL Fleischpüree.
  • Für den grossen Fleischvorrat von vier bis sechs Wochen: Ein Kilogramm Fleisch kochen, pürieren, schnell im kalten Wasserbad abkühlen und mit Folie abgedeckt im Eiswürfelbereiter (je Würfel etwa 20 g) schockgefrieren. Danach Fleischwürfel herausnehmen und gut verschlossen in einem Gefrierbeutel aufbewahren. Für zwei Tage Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei werden etwa drei Würfel Fleisch gebraucht. Einfach beim Garen von frischem Gemüse und Kartoffeln oder Erwärmen eines Gemüsegläschens unterrühren.

Zum Ende des ersten Lebensjahres dürfen Babys Fisch essen. Seefisch enthält viel Jod und ist reich an Omega-3-Fettsäuren – Kinder brauchen beides für ihr Wachstum und ihre geistige Entwicklung. Fischfilet muss aber absolut grätenfrei sein! Auch allergiegefährdete Babys dürfen ab dem 10. Monat Fisch essen. Es gibt Hinweise, dass der Fischkonsum im ersten Lebensjahr sogar einen schützenden Effekt vor Allergien hat.

Hühnerei bzw. v.a. Hühnereiweiss ist eines der Lebensmittel mit hoher allergischer Potenz. Da es aber keinen gesicherten Beleg für einen allergievorbeugenden Effekt durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene im 1. Lebensjahr gibt (Leitlinien Allergieprävention der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie), dürfen auch allergiegefährdete Babys (etwa ab dem zehnten Lebensmonat) hartgekochte Eier essen.

Zum Pürieren von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch empfehlen wir den "Multiquick 5 MR 530 Baby" von Braun mit beigefügtem Ernährungsratgeber.

Stand: 12/11, MR

 



 

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