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Beikost für Allergie-gefährdete Babys

Wenn es in Ihrer Familie Allergien bzw. atopische Erkrankungen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind auch eine Allergie entwickeln wird, erhöht. Wenn beispielsweise beide Eltern Allergiker (Atopiker) sind, besteht beim Kind ein Risiko von 60-70 %, es auch zu werden. Einer Allergie-Entstehung können Sie aber entgegenwirken, indem Sie Nahrungsmittel, die bekanntermassen häufig zu Überempfindlichkeiten führen, im ersten Lebensjahr noch vermeiden. Dazu gehören:

    • Tierische Frischmilch und Milchprodukte
    • Eier (Eiweiss und Eigelb)
    • Nüsse, Mandeln (möglichst sogar bis zum Ende des 3. Lebensjahres vermeiden!)
    • Soja
    • Sellerie
    • Fisch
    • Kakao und Schokolade

Bis zum 6. Lebensmonat hat Muttermilch einen wichtigen vorsorgenden Effekt. Deshalb ist es empfehlenswert, so lange voll zu stillen, oder wenn das nicht möglich ist,  hypoallergene Schoppennahrung zu geben. Nach dem 6. Monat kann für die Schoppenflasche nach heutiger Meinung auch normale adaptierte Säuglingsmilch verwendet werden. Es wird jedoch davon abgeraten, Milch anderer Säugetiere (Ziege, Schaf, Stute) oder Sojamilch zu verwenden, weil bisher kein wissenschaftlicher Beweis bezüglich Allergievorsorge besteht und der Nährwert nicht ausreichend ist.

Bildquelle: Hipp

Frühstens nach Vollendung des  6. Lebensmonats sollte langsam, Schritt für Schritt, Beikost eingeführt werden. Am sichersten ist Reis- oder Hirsemehlbrei, dann Karotten, Kartoffeln, Fleisch usw. Lassen Sie immer mindestens eine Woche Abstand zwischen der Einführung eines neuen Nahrungsmittels. Nähere Infos zu Nahrungsmittelallergien finden Sie hier.

Aber bedenken Sie bitte auch: Noch wichtiger als eine allergenarme Ernährung ist es, die Kinder in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen zu lassen.

Bitte lesen Sie zu diesem Thema im Bereich "Aktuelles":
13.9.2010: Beikost und Allergieentwicklung

Stand: 12/11, MR



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