Bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollen Babys nach Meinung der Hautärzte gar nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Aber auch danach ist bei Kleinkindern Sonnenschutz wichtig: Sonnendichte Kleidung und Sonnencreme an ungeschützen Stellen sind unbedingt zu empfehlen.
Gesicht, Hände und Beine, vor allem auch die empfindlichen Fussrücken sollten mit Sonnencreme oder –lotion mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 25, 40 und höher) eingerieben sein. Nehmen Sie keine Gele, sie wirken austrocknend. Auch Produkte mit chemischem Sonnenfilter, die erst nach ca. einer halben Stunde wirken, sind nicht so günstig. Produkte mit physikalischem oder mineralischem Lichtschutzfilter (Mikropigmente, Zink oder Titan) wirken schneller, weil sie das Licht wie ein Spiegel reflektieren. Sie sind ausserdem besser verträglich, weil sie nicht in die dünne Babyhaut eindringen, lassen sich aber oft nicht so gut verreiben. Das muss kein Nachteil sein: An dem weissen Film auf der Haut kann man so gut erkennen, welche Stellen schon eingecremt wurden und welche nicht.
Achten Sie auch darauf, dass die Sonnencreme hypoallergen und frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen ist. In Wassernähe ist es gut, wenn das Produkt wasserfest ist. Allerdings kann das auch die Poren verstopfen und zu einem Hitzestau oder Hitzschlag führen.
Nicht zu sparsam sein beim Eincremen! Wissenschaftler haben festgestellt, dass zu dünn aufgetragene Sonnenschutzmittel nicht die vorgesehene Wirkung zeigen. Und benutzen Sie gleich den maximalen Lichtschutzfaktor: Durch mehrmaliges Eincremen kann die Schutzwirkung nicht verlängert werden.
Übrigens: Babyöl fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut. Und Wassertropfen auf nackter Haut wirken wie ein Brennglas.
Bitte beachten Sie auch das swissmom-Experteninterview zum Thema Sonnenschutz bei Kindern mit Dr. pharm. Renato Kaiser.
Stand: 01/11, BH/AS
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