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Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzschlag und Sonnenallergie

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem leichten Sonnenbrand kommt, hilft als erste Massnahme kühlen mit Wasser, später ein kalter Umschlag mit Milch oder Buttermilch. Oder mischen Sie geriebene Salatgurke mit Joghurt und streichen Sie es auf die betroffenen Stellen. Ausserdem helfen kühlende Gels und Après-soleil-Bodylotions (After Sun) für empfindliche Haut aus der Apotheke. Ist der Sonnenbrand ausgeprägt oder weist schon offene, wunde Stellen bzw. Bläschen auf, sollte auf Joghurt- oder Quarkumschlägen wegen der Infektionsgefahr verzichtet werden. Bei einem solch starken Sonnenbrand, der mitunter auch fiebrig sein kann, müssen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Ein Sonnenstich entsteht durch intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Die empfindlichen Hirnhäute des Babys werden gereizt, weil die Schädeldecke noch sehr dünn ist und der spärliche Haarwuchs kaum Strahlung abhält. Anzeichen für einen Sonnenstich sind kühle Haut bei hochrotem Köpfchen, schrilles Weinen, evtl. Erbrechen. Bringen Sie das Kind dann sofort in einen kühlen Raum, lagern Sie sein Köpfchen hoch und kühlen Sie Stirn und Nacken mit feuchten Tüchern. Viel zu trinken geben! Erholt sich Ihr Kind nicht innerhalb weniger Minuten, ist es vernünftig, den Notarzt zu rufen.

Bei einem Hitzschlag oder Hitzekollaps bricht die gesamte Wärmeregulation des Körpers zusammen. Das kann bei grosser Hitze beispielsweise im Auto passieren. Die Haut ist trocken, heiss und rot, das Kind wirkt schläfrig oder verwirrt. Zögern Sie nicht, den Notarzt zu rufen. In der Zwischenzeit geht es darum, das Baby aus der Hitze ins Kühle zu bringen und die Körpertemperatur rasch zu senken. Dabei können grossflächige Umschläge mit nassen Handtüchern helfen.

Eine Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) zeigt sich nach dem Aufenthalt in der Sonne mit roten Punkten, Pusteln, Quaddeln, Knötchen oder Flecken auf der Haut. Das Kind ist unruhig und quengelig, weil die Haut stark juckt. Die Ursachen sind wahrscheinlich UV-Strahlung und freie Radikale. Sonnenschutzmittel, die Radikalfänger wie Vitamin E, UV-Flavon oder Glykosylrutin enthalten, ausserdem fett- und emulgatorfrei sind und einen physikalischen statt mineralischen Sonnenschutzfilter haben, wirken einer Sonnenallergie nachweislich entgegen. Linderung schaffen Sie mit einem Gel oder einer Salbe gegen Juckreiz (Antihistaminikum) aus der Apotheke.

Bitte beachten Sie auch das swissmom-Experteninterview zum Thema Sonnenschutz bei Kindern mit Dr. pharm. Renato Kaiser

Stand: 04/11, AS/BH

 



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