Beobachtungen haben gezeigt, dass sich Säuglinge nach ein paar Wochen auf den Tag-Nacht-Rhythmus einstellen. Viele Babys haben im Alter von 6 Monaten einen regelmässigen Rhythmus gefunden. Dafür braucht das Kind aber auch Fixpunkte wie das Aufstehen morgens, das Zubettgehen abends, Essenszeiten, Tageslicht und Dunkelheit.
Sind sie einmal eingeschlummert, schlafen Säuglinge für gewöhnlich sehr tief. Sie werden feststellen, dass das Kind durch die üblichen Geräusche in einem Haushalt, solange sie von normaler Lautstärke sind, nicht aufwacht. Es ist auch für das Kind selbst besser, wenn es sich von Anfang an daran gewöhnt, bei normalem Geräuschpegel zu schlafen. Eine plötzliche Veränderung der Geräuschkulisse – ein lauter Knall oder plötzliche Stille – wird das Baby eher erwachen lassen als regelmässige, nicht überlaute Hintergrundgeräusche.
Wenn Ihr Baby nachts aufwacht, vermeiden Sie alles, was es erst richtig munter machen könnte: Spielen, Schmusen und Singen machen es sicher glücklich, aber nicht wieder schläfrig. Lassen Sie es im Bettchen, berühren Sie es und sprechen Sie leise und beruhigend. Mehr Körperkontakt ist in der Regel nicht nötig, denn es soll nicht zur Einschlafroutine gehören, tröstend in den Schlaf gewiegt zu werden. Damit Sie kein Licht machen müssen, lassen Sie von vornherein eine kleine Nachtlampe in der Steckdose brennen, die Ihnen den Weg zum Bettchen beleuchtet. Windelwechseln sollte nach den ersten Lebenswochen nachts nicht mehr nötig sein, es sei denn Ihr Baby hatte Stuhlgang.
Viele gesunde Babys schaffen es spätestens mit sechs Monaten auch ohne Nachtmahlzeit durchzuschlafen. Bereits während der ersten Lebenswochen kann sich ein Baby bereits an eine späte Abendmahlzeit, z.B. zwischen 22 und 24 Uhr gewöhnen. Dazu gehört es, das Kind regelmässig zu wecken und es ausgiebig trinken zu lassen, bevor Sie selbst ins Bett gehen. Die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit lässt sich dann allmählich immer weiter ausdehnen.
Lassen Sie Ihr Baby nach Möglichkeit nicht an der Brust einschlafen, auch tagsüber nicht. Es verbindet sonst Trinken mit Einschlafen und braucht diese Hilfe dann natürlich auch nachts, z. T. häufig. Aus lauter Gewohnheit entwickelt es ein Hungergefühl ohne ein echtes Bedürfnis nach Nahrung. Dieser angelernte Hunger bewirkt, dass das Kind immer wieder aufwacht. Versuchen Sie in dem Fall nachts sowohl beim Stillen als auch aus dem Schoppen immer kleinere Mahlzeiten anzubieten, oder ersetzen Sie die Milch durch etwas Tee oder abgekochtes Wasser.
Halten Sie Ihr Baby bei der letzten Abendfütterung nach Möglichkeit wach, bis Sie es ins Bettchen legen. Wenn es beim Stillen oder Schöppeln einschläft, wecken Sie es wieder auf, indem Sie es z.B. wickeln. Es sollte auch ohne direkten Körperkontakt einschlafen können. Dann fällt es ihm auch später leichter, in einer nächtlichen Wachphase wieder alleine und ohne zusätzlichen Schoppen einzuschlafen. Fragen Sie bei grösseren Schlafproblemen Ihre Mütterberaterin.
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