Je besser Sie Ihr Kind kennen lernen, desto besser erkennen Sie, wann es müde ist und welche Situationen oder Beschäftigungen es ermüden. Kinder werden genau wie Erwachsene insbesondere nach einer üppigen Mahlzeit und nach einem warmen Bad schläfrig. Oft müssen Babys aber dann in den Schlaf hinein begleitet werden, sie müssen quasi mit Hilfe von Ritualen einschlafen lernen - und das kann bei den Eltern sehr an den Nerven zehren!
Woran merkt man, dass ein Baby müde ist? Es gibt einige deutliche Hinweiszeichen: Es atmet gleichmässiger, bewegt sich weniger, die Muskulatur entspannt sich, es wird schlaffer. Sein Blick wird leicht glasig, verträumt. Es gähnt, reibt sich die Augen. Manche Kinder machen auch ein Fäustchen und wenden sich ab. Wenn Ihr Baby in dieser Phase gestört wird (durch Musik, Aufmerksamkeit usw.), überwindet es die Müdigkeit und wird wieder munter. Aber weil ihm dann doch der Schlaf fehlt, fordert es bald wieder seine Ruhe ein, oft durch Schreien.
Wie lange Babys insgesamt schlafen, ist individuell sehr unterschiedlich. Genauso wie die grosse Frage, wann es endlich die ganze Nacht durchschläft. Welches ist die richtige Schlafbekleidung? Wie sollte die Raumtemperatur sein? Und wo Babys am besten schlafen, ob in der Wiege oder im Babybett, im Stubenwagen oder in der Hängematte, im eigenen Zimmer, im Elternschlafzimmer oder sogar im Familienbett, ist schon beinahe eine Frage der Weltanschauung, die jede Familie für sich selbst beantworten muss. Wir haben für Sie aber wenigstens ein paar Tipps, was Sie beim Einkauf von Bett und Zubehör beachten müssen.
Sind sie einmal eingeschlummert, schlafen Säuglinge für gewöhnlich sehr tief. Sie werden feststellen, dass Ihr Kind durch die üblichen Geräusche in einem Haushalt, solange sie von normaler Lautstärke sind, nicht aufwacht. Es ist auch für das Kind selbst besser, wenn es sich daran gewöhnt, bei normalem Geräuschpegel zu schlafen. Eine plötzliche Veränderung der Geräuschkulisse – ein lauter Knall oder plötzliche Stille – wird das Baby eher erwachen lassen als regelmässige, nicht übermässig laute Hintergrundgeräusche.
Die Bauchlage wird heute zum Schlafen nicht mehr empfohlen, weil sich gezeigt hat, dass damit ein höheres Risiko für den plötzlichen Kindstod besteht. Legen Sie Ihr Baby in der ersten Zeit und auch nach den Mahlzeiten am besten auf den Rücken. Um die Entstehung einer Schädelasymmetrie (Plagiozephalie) bzw. eines „platten Hinterkopfes“ (Brachyzephalie) zu verhindern, gibt es spezielle Kopf-Lagerungskissen (z. B. Baby-Dorm) für Frühgeborene, Säuglinge und Kleinkinder. Die Seitenlage wird nicht mehr empfohlen, da das Baby dabei auf einer Hüftseite liegt und sich dies wiederum nicht günstig auf die Entwicklung des Hüftgelenks auswirken kann. Grössere Babys wechseln dann ihre Lage sowieso von allein.
Unser Buchtipp: Entspannte Babys - entspannte Eltern. Von Brigitte Renate Meissner Meissner Winterthur 2005 Dieses Buch können Sie direkt online bestellen, klicken Sie dazu auf den Titel.
Stand: 02/10, MR
info [at] swissmom.ch
Inhalt urheberrechtlich geschützt © 2003 Swissmom. Alle Rechte vorbehalten.
Die in www.swissmom.ch enthaltenen Informationen stellen
keinen Ersatz dar für die Untersuchung, Diagnosestellung oder Behandlung
durch medizinisch ausgebildete Fachleute.
Bitte lesen Sie unsere Nutzungsbedingungen
copyright swissmom.ch 2009