Zur Infektionsvorbeugung wird die Hebamme gleich nach der Geburt die nässende Nabelwunde mit einem antiseptischen Puder oder sterilem Milchzucker behandeln und mit einer sterilen Kompresse oder Gaze abdecken. Danach können Sie diese Aufgabe selbst übernehmen. Die Hebamme oder Pflegefachfrau wird Sie über alles, was Sie hierzu wissen müssen, genau unterrichten.
Der Nabelstumpf kann sorgfältig mit einem Wattestäbchen gereinigt werden. Ob dazu Calendula-Tinktur, Alkohol oder sogar Muttermilch benutzt wird, ist eine individuelle Frage. Eigentlich reicht es aber auch, wenn man gar nichts macht, ausser dafür zu sorgen, dass er trocken bleibt. Nach dem Baden also den Nabel schön trocken tupfen oder kalt föhnen. Lassen Sie Ihr Baby auch möglichst häufig nackt strampeln. Die Windel sollte bei einem Neugeborenen unbedingt unterhalb des Nabels abschliessen, denn das feuchte Klima sorgt für eine Vermehrung von Krankheitskeimen. Einen hohen Bund kann man einfach umschlagen.
Blutet die Nabelwunde ein wenig, ist das noch kein Grund zur Sorge. Vor allem nach dem Abfallen des Nabelschnurrests ist das häufig der Fall. Wenn Sie aber eine deutliche Rötung oder Schwellung, austretende Flüssigkeit, Eiter oder sonstige Zeichen einer Entzündung bemerken, fragen Sie Ihre Hebamme, die Mütterberaterin oder Ihren Kinderarzt, Ihre Kinderärztin um Rat.
Stand: 06/10, MR
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