Mücken (Schnaken) stechen am liebsten in der Dämmerung.
Bevor Sie abends das Licht anknipsen, sollten alle Fenster geschlossen sein. Wenn Sie mit Ihrem Baby abends noch spazieren gehen, braucht es eine lange Hose (mit engem Beinabschluss) und langärmeliges Oberteil, Schuhe und/oder Söckchen, alles in möglichst hellen Farben. Die Sicherheit wird verbessert, wenn auf die Kleidung ein mückenabstossendes Mittel aufgesprüht wird, bevor sie angezogen wird. Zwar werden in Europa - im Gegensatz zu den Tropen - in der Regel keine Krankheiten durch Mücken übertragen, aber der Juckreiz kann auch für Babys sehr lästig sein.
Hausmittel gegen Mückenstiche gibt es viele. Gegen den Juckreiz hilft eine Zwiebel-, Gurken- oder Kartoffelscheibe, Quark, eine nasse Kernseife oder ein Eiswürfel. Ein Mückenstift aus der Apotheke betäubt die Einstichstelle. Ein ungewöhnlicher Trick: Eine heisse Tasse auf die Einstichstelle halten oder einen Kerzenwachstropfen darauf fallen lassen - durch die Hitze werden die Juckreiz-auslösenden Mücken-Eiweisse zerstört.
Bienen und Wespen werden durch offen herumstehende, v.a. süsse Getränke oder Speisen angezogen.
Bienen stechen sehr selten und eigentlich nur, wenn sie sich angegriffen fühlen und verlieren beim Stechen im Gegensatz zu Wespen ihren Stachel. Nach einem Stich muss dieser deshalb erst mit einer Pinzette entfernt werden, dann sollte die Stelle gekühlt werden. Wird Ihr Kind von einer Wespe gestochen, kühlen Sie die Einstichstelle sofort mit einem Eiswürfel, Kühlkissen oder kaltem Wasser. Ein Hausmittel: Reiben Sie eine angeschnittene Zwiebel eine Weile über die Einstichstelle. Gegen den Juckreiz helfen auch Gels, Salben und Tinkturen mit juckreizstillender Wirkung, die Sie in der Apotheke besorgen können. Essigsaure Tonerde oder Arnikagel beruhigen die Haut auf natürliche Art. Entwickelt sich Stunden oder Tage nach dem Stich ein roter Strich von der Einstichstelle her, kann dies auf eine Entzündung oder Blutvergiftung hinweisen. Dann sollte ebenfalls zum Arzt gegangen werden. Zu Infektionen kommt es vor allem nach Bremsenstichen und wenn sich das Kind mit unsauberen Händen kratzt.
Bienen-, Wespen oder Hornissenstiche im Kopf- und Halsbereich sind besonders gefährlich. In solchen Fällen sollte ebenfalls sofort ein Rettungsdienst verständigt werden. Wurde ein Insekt verschluckt, sollte der Oberkörper des Kindes hochgelagert werden. Ist das Kind bei Bewusstsein, kann es Eis lutschen, um die Schwellung zu reduzieren.
Zecken beissen und können sowohl die durch Viren verursachte Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) als auch die bakterielle Borreliose übertragen. Gegen FSME können Sie Ihr Kind ab einem Alter von 2 Jahren impfen lassen. Gegen Borreliose gibt es keinen Impfschutz. Gegen einen Zeckenbiss schützen Sie Ihr Kind mit einer Kopfbedeckung, langen Hosen und langärmeligen T-Shirts. Nach jedem Spaziergang im Wald suchen Sie Ihr Kind sorgfältig ab, auch im Kopfbereich. Finden Sie eine Zecke, sollten Sie sie gleich entfernen, zur Not mit den Fingernägeln gerade nach oben. Mit einer Pinzette oder Zeckenzange geht es besser: greifen Sie die Zecke möglichst dicht an der Haut. Dann ziehen Sie sie ohne zu drehen oder zu quetschen heraus. Öl sollte nicht verwendet werden, weil dann die Zecke in ihrem Todeskampf gerade Bakterien freilässt. Noch schonender geht die Entfernung mit einer sogenannten Zeckenkarte. Weitere Informationen finden Sie unter www.zecken.ch.
Auf Insektenstiche können Kinder rasch überempfindlich reagieren. Die Haut ist mit Quaddeln oder Flecken übersät. Es kann auch zu einer Schockreaktion mit Fieber, Blutdruckabfall, Übelkeit, Schwindel,und Atemnot kommen, dann muss sofort ein Notarzt gerufen werden oder Sie müssen schnellstens ins nächste Spital fahren. Ist die Allergie bekannt, muss das Kind ein Notfallset mit verschiedenen Medikamenten bei sich tragen.
Stand: 05/11, AS/BH
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