Pucken bedeutet: Von Anfang an geborgen schlafen.
Pucktechnik
Die Pucktechnik wird vor allem bei Naturvölkern angewendet und ist in den westlichen Ländern wiederentdeckt worden.
Babys haben in den ersten Lebensmonaten reflexartige Zuckungen von Armen und Beinen und wecken sich dadurch häufig selber auf. Pucken ist eine altbewährte Methode, bei der das Baby eng in ein Tuch eingewickelt wird. Die begrenzte Beweglichkeit von Armen und Beinen vermittelt dem Baby das Gefühl der vertrauten Enge wie im Mutterleib. Es spürt am ganzen Körper eine angenehme Berührung und fühlt sich gehalten und geborgen. Das Baby wird gepuckt, wenn es müde ist oder zum schlafen hingelegt werden möchte.
Material und Form des Pucktuches
Pucktücher sind in ganz unterschiedlichen Formen, Farben und Materialien auf dem Markt. Das Ziel des Pucktuches bleibt aber immer dasselbe – es soll dem Baby Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.
Neuentwicklung
Während meiner Arbeit in den Kinderspitälern Bern und Zürich auf den Frühgeburtenstationen lernte ich die grosse Wirkung dieser einfachen Methode kennen. Die positive Wirksamkeit der Pucktechnik hat mich verblüfft. Das Material und die Form haben mich aber nicht vollkommen überzeugt und ich habe mit verschiedenen Varianten experimentiert.
Mit dem Schmetterlingstuch ist mir ein überzeugender Wurf gelungen. Es zeichnet sich durch verschiedene Vorteile aus.
Die weiche, anschmiegsame Stoffstruktur lässt ein strammes Einwickel ohne Einengung des Babys zu.Anwendung
Das Pucktuch wird in den ersten 3-5 Lebensmonaten angewendet. Bei Frühgeborenen kann das Tuch selbstverständlich länger eingesetzt werden.
Grundsätzlich gilt die Regel: Ihr Baby zeigt Ihnen, wann es nicht mehr gepuckt werden will. Beobachtung sie es genau und passen sie sich seinen Wünschen an.
Puckvarianten
Arme eingewickeltSobald sich das Baby selber aus dem Tuch befreien kann wird es nicht mehr gepuckt. Es braucht die grössere Bewegungsfreiheit um seinem Drang nach willkürlichen Bewegungen gerecht zu werden. Beobachten Sie sein Verhalten aufmerksam.
Für Babys, die oft im Tragetuch eng am Körper der Eltern herum getragen werden, sind Pucktücher eine sinnvolle Ergänzung.
Wann darf nicht gepuckt werden?
Bericht von der Hebamme Sue Schmid aus Bern, die das Schmetterlingstuch entwickelt hat. Mehr unter www.schmetterlingstuch.ch.
Sue Schmid 06/10
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