Was tun bei einem Fieberkrampf?
Versuchen Sie auf keinen Fall, die Zuckungen zu unterdrücken. Legen Sie das Kind in sein Bett oder auf den Boden, damit es sich nicht verletzt und decken Sie es nur leicht zu, mit einem Laken zum Beispiel. Wenn der Anfall länger dauert als zehn Minuten, rufen Sie den Notarzt. Am nächsten Tag sollten Sie mit dem Kind zum Haus- oder Kinderarzt gehen, um die Ursache zu klären. Aufwändige Untersuchungen wie eine Analyse der Rückenmarksflüssigkeit (Lumbalpunktion) oder eine Ableitung der Hirnströme (Elektroenzephalogramm = EEG) sind nur selten gerechtfertigt.
Wenn Ihr Kind schon einmal einen Fieberkrampf hatte, und es wird wieder krank, werden Sie als Eltern besonders ängstlich sein und versuchen wollen, Fieber in Zukunft schon früh zu bekämpfen. Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin kann Ihnen vorsorglich fiebersenkende Medikamente verschreiben. Es gibt jedoch keine Studien, die beweisen konnten, dass die Senkung des Fiebers einen Fieberkrampf verhindern kann, da der Krampfanfall häufig ganz zu Beginn des Fieberanstiegs erfolgt. Auf keinen Fall sollten Sie Ihrem Kind Acetylsalicylsäure, wie Aspirin oder ASS geben. Bei Kindern kann das in seltenen Fällen zu sehr schweren Nebenwirkungen führen. Gegen Fieber helfen auch sehr gut Hausmittel, wie zum Beispiel Wadenwickel.
Allerdings kann man Ihnen vorsorglich ein krampflösendes Medikament in einer kleinen Tube, die über den After eingeführt wird, verschreiben. Viele Eltern sehen dies als Beruhigung an, dass sie im (unwahrscheinlichen) Wiederholungsfall selbst aktiv etwas tun können. Die Verabreichung muss aber gleich zu Beginn des Anfalls erfolgen.
Stand: 02/07, BH
info [at] swissmom.ch
Inhalt urheberrechtlich geschützt © 2003 Swissmom. Alle Rechte vorbehalten.
Die in www.swissmom.ch enthaltenen Informationen stellen
keinen Ersatz dar für die Untersuchung, Diagnosestellung oder Behandlung
durch medizinisch ausgebildete Fachleute.
Bitte lesen Sie unsere Nutzungsbedingungen
copyright swissmom.ch 2009