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Erste Hilfe für Ihr Baby – schnell und richtig handeln!

Wundversorgung bei Stich-, Schnitt-, Kratz- und Schürfwunden:

Kleine Wunden: Sind oft harmlos, doch müssen sie gut gereinigt werden, damit eine schnelle Wundheilung eintreten kann. Infektionen können lebensbedrohlich werden und hinterlassen unschöne Narben.

  • Reinigung: Fremdkörper entfernen. Schmutz beseitigen, danach unter kaltem, fliessendem Trinkwasser reinigen, desinfizieren und mit einer Kompresse trocknen.
  • Desinfizieren: Bei jedem weiteren Verbandwechsel mit einer geeigneten Wundheilungssalbe oder Desinfektionsmittel desinfizieren.
  • Wunde abdecken: Bis zur Abheilung mit einem wasserdichten, atmungsaktiven Pflaster schützen. Bei grösseren Flächen eine Kompresse benutzen, die mit einer Bandage befestigt wird.
  • Impfschutz überprüfen: Tetanus Schutzimpfung überprüfen lassen.

Grosse Wunden: Gehören stets in ärztliche Obhut.

Verbrennung:

  • Ungeachtet des Schweregrades sofort unter kaltes (ca. 20 ° C) fliessendes Trinkwasser (gegebenenfalls auch mit geschmolzenen Kleidern!) und während 15 Minuten kühlen.
  • Säubern und nicht klebenden sterilen Deckverband anlegen. Keine fetthaltigen Salben oder „Hausmittel“ anwenden.
  • Je nach Schweregrad Arzt oder Sanität, Tel. 144, alarmieren.

Vergiftung:

  • Sofort nach Einnahme den Mund von Giftstoffen spülen.
  • Notruf zum Schweizerischen Tox-Zentrum-Telefon: 145 , www.toxi.ch.
  • Wichtig bei der Meldung: Wer? Was? Wie viel? Wann?

Verätzung:

  • Während 10, bei Augenverätzungen 15 Minuten unter kaltem fliessendem Trinkwasser ab- und ausspülen.

Blutung:

Äussere Blutung:

  • Handschuhe zum Eigenschutz tragen, Kontakt mit Körperflüssigkeiten vermeiden.
  • Patient flach lagern, verletzte Körperteile hochhalten, bei starker Blutung Fingerdruck auf Schlagader.
  • Wunde reinigen, Druckverband anlegen, evtl. zweiten darüber
  • Hochlagern und Ruhigstellen des verletzten Körperteils. Im schlimmsten Fall Finger- oder Faustdruck direkt in die Wunde.

Innere Blutung: Immer sehr gefährlich in der Bauch-, Brust- und Schädelhöhle und im Oberschenkel. Meist nur erkennbar an Kreislaufschockzustand.

  • Patienten schnellstmöglich durch die Sanität ins Spital transportieren lassen.

Verschlucken

  • Kopf vornüber halten und aushusten lassen, evtl. mit der flachen Hand auf den Rücken klopfen.
  • Eventuell Kind von hinten umfassen und auf den Oberbauch drücken, um das Aushusten des Fremdkörpers zu unterstützen (Heimlich-Handgriff)
  • Bei bleibendem Husten (auch wenn ein Gegenstand abgehustet wurde) unbedingt den Arzt aufsuchen!

Notfallnummern in der Schweiz:

117 – Polizei
118 – Feuerwehr
144 – Sanität / Rettungsdienst 
145 -  Schweiz. Tox-Zentrum, STIZ
1414 - Rega
1121 - Notruf

Unser BuchtippErste Hilfe für Ihr Kind. So reagieren Sie im Notfall richtig.  DK 2007

 

 

Stand: 07/11, AS                                         



 

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