ANZEIGEN

PARTNER

Baby  / Medizinisches  / Das kranke und behinderte Kind  / Allergien  / Haustierallergie  

Haustiere und Allergien

Neuere Studien untersuchten den Zusammenhang zwischen Haustierhaltung, besonders Katzen und Hunden, und dem späteren Auftreten von Allergien und/oder Asthma. Als eines der verschiedenen Ergebnisse zeigte sich, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen und häufigen Kontakt zu Stall- und Haustieren haben, seltener unter Asthma leiden und auch seltener Allergien entwickeln. Auch wenn bei der Geburt eines Kindes schon eine Katze im Haushalt lebt, entwickelt das Kind später nicht unbedingt eine Katzenallergie. Man konnte feststellen, dass Kontakt zu Haustieren in der frühen Kindheit das Auftreten von allergischen Hauterkrankungen im Erwachsenenalter eher verhindert und Asthma und Heuschnupfen ebenfalls seltener auftritt. So scheint sich zu bestätigen, dass Kinder im Zusammenleben mit Haustieren nicht stärker gefährdet sind, eine Haustierallergie zu entwickeln als Kinder, die ohne Tieren aufwachsen. 

Diese Ergebnisse bedeuten aber nicht, dass der Kontakt zu Haustieren eine bereits bestehende Allergie oder ein Asthma verbessern könnte, im Gegenteil, wenn ein Kind bereits eine Haustierallergie hat, sollte der Kontakt zu Haustieren vermieden werden, da sich die allergischen Reaktionen sonst verschlimmern können. Auch gelten die obengenannten Ergebnisse vor allem dann, wenn die Eltern der Kinder ebenfalls nicht von einer Haustierallergie betroffen sind.

Man kann wohl davon ausgehen, dass Eltern, die unter einer Allergie leiden, kaum eine Katze oder einen Hund in ihrem Haushalt haben werden, sie sollten allerdings auch darauf achten, dass ihre Kinder in einer anderen Umgebung, z.B. bei Verwandten oder Freunden, möglichst nicht mit Haustieren in Kontakt kommen. Bei Kindern mit familiärer Belastung führt das Zusammensein mit Haustieren nicht zu einer Vermeidung von Allergien oder Asthma im Erwachsenenalter.

Obwohl die Ergebnisse der verschiedenen Studien noch viele Fragen offen lassen und auch  Fachleute in einigen Bereichen gegensätzlicher Meinung sind, scheint sich nicht zu bestätigen, dass Kontakt zu Haustieren im Kindesalter generell zu vermeiden ist, um das Risiko von Asthma oder Allergien zu senken. Das betrifft vor allem Kinder von nicht allergischen Eltern. Im Gegensatz dazu sollte der Kontakt zu Katzen nicht empfohlen werden, um damit ein späteres Asthma zu verhindern, wenn die Eltern bereits eine Haustierallergie haben.

Quelle: Symposium der Präventionsforschung , 5.Nov.2005 München
            Joachim Heinrich, GSF Institut für Epidemiologie, Neuherberg

Aus unserem Bereich "Häufige Fragen" :

Gibt es Krankheiten, die von Haustieren übertragen werden und für Schwangere gefährlich sind?

Bitte lesen Sie auch in unserem Bereich "Aktuell/Wissen":

Hundehaare lösen seltener Allergie aus 
Genfehler und Katzen erhöhen Ekzem-Risiko bei Babys

Weniger Neurodermitis in Tierhaushalten

Stand: 07/12, AG/BH

info(at)swissmom.ch  I  copyright swissmom.ch 2013

Inhalt urheberrechtlich geschützt © 2013 Swissmom. Alle Rechte vorbehalten.
Die in www.swissmom.ch enthaltenen Informationen stellen keinen Ersatz dar für die Untersuchung, Diagnosestellung oder Behandlung durch medizinisch ausgebildete Fachleute.
Bitte lesen Sie unsere Nutzungsbedingungen.

Wissen

Newsticker

Mami-Kolumne

Mami-Kolumne

Ein ganz gewöhnlicher Wocheneinkauf

Slalom im Supermarkt um allerlei Versuchungen herum... und ein viel zu kleiner Einkaufswagen...> mehr

Interview

Baby- und KidsWasserWeekends in Lenzerheide

Kristina Pfister über ein attraktives Arrangement mit Spass im Wasser für die Kleinen und Erholung für die Eltern.> mehr

Schwangerschafts-Newsletter

Schwangerschafts-Newsletter

Persönlich & informativ

Am ersten Tag Ihrer neuen Schwangerschaftswoche erhalten Sie alle Infos per Mail.> mehr

Forum

Forum

Diskutieren Sie mit!

Haben Sie eine Frage, die Ihnen schon lange unter den Fingernägeln brennt? Vielleicht finden Sie eine Antwort in unserem Forum. Wir haben eine halbe Million Einträge, über 12'000 Themen und mehr als 7'000 Mitglieder > mehr