Stillen ist als Methode zur Empfängnisverhütung zu 98% zuverlässig, wenn folgende Punkte beachtet werden:
Daraus ergibt sich: Je länger man stillt und je weniger Mahlzeiten das Baby bekommt, umso grösser wird das Risiko (oder in Ihrem Fall die Wahrscheinlichkeit), wieder schwanger zu werden.
Ob schon wieder ein regelmässiger Zyklus mit Eisprung stattfindet, kann man sehr gut an der Beschaffenheit des Zervikalsekrets erkennen, d.h. des Schleimpfropfs, der den Gebärmutterhals (die Zervix) nach aussen hin verschliesst. Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken und es tritt wenig Zervikalschleim aus. Der Schleimpfropf ist zähflüssig und praktisch undurchdringbar für Spermien. Gegen den Eisprung hin entfaltet das Hormon Östrogen seine Wirkung: Es befindet sich mehr Schleim am Scheidenausgang und er ist dünnflüssiger und durchsichtiger. Zwei Tage vor dem Eisprung, also an den ersten fruchtbaren Tagen, zieht er sogar Fäden zwischen Daumen und Zeigefinger, man nennt das „spinnbar“. Viele Frauen vergleichen den Vaginalschleim in dieser Zeit mit rohem Eiweiss. Am Tag nach dem Eisprung ist der Schleim dann wieder zäher bis sogar fast trocken. Die fruchtbaren Tage sind damit vorbei. Zusätzlich kann die Messung der Basaltemperatur durchgeführt werden, allerdings sind hierzu mehrere Zyklen als Vergleich sinnvoll - und wenn noch keine Menstruation stattfindet, ist das sehr schwierig zu beurteilen. Ein Ovulationstest (LH-Eisprungtest) ist nach einer Schwangerschaft noch nicht sehr zuverlässig.
Um die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung zu erhöhen, sollte ausserdem in der fruchtbaren Zeit täglich oder mindestens an jedem zweiten Tag Geschlechtsverkehr stattfinden.
Stand: 02/08, BH
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