Grillieren gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Sommer. Doch vom Freizeitspass ist es nicht weit zum Flammenmeer, wenn auf zu langsam brennende Grillholzkohle Brandbeschleuniger gekippt werden. Jährlich geschehen vor allem dadurch viele Unfälle beim Grillieren - und nicht wenige enden mit schwersten Verbrennungen. Kinder sind besonders gefährdet, da sie auf Augenhöhe mit dem Grill spielen. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) warnt Paulinchen e.V. – Initiative für brandverletzte Kinder e.V., deshalb insbesondere vor dem Grillieren mit Brandbeschleunigern: Wenn Spiritus oder andere Brandbeschleuniger auf Grillfeuer gekippt würden, bedeutet das für umstehende Personen Lebensgefahr. Darüber hinaus geben die DGKCH und Paulinchen e.V. hilfreiche Hinweise zum sicheren Grillieren.
„Lebensgefahr, zahlreiche Operationen und lebenslange Narben sind die Folgen für die Betroffenen nach diesen völlig überflüssigen Unfällen“, berichtet Dr. med. Ulrich Hofmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie aus Hannover. „Verbrennungen von 50 Prozent und mehr der Körperoberfläche sind keine Seltenheit. Das Leid in diesen Familien ist unermesslich gross“.
Wer Spiritus oder Benzin auf die Grillholzkohle giesst, handelt grob fahrlässig: In der Flasche löst diese gefährliche Verpuffungen oder Rückzündungen aus. Daraus kann eine grosse Feuerwand entstehen: Die Flammen können bis zu 10 Meter weit um sich greifen – mit oft verhängnisvollen Folgen für umstehende Personen. „Schützen Sie Ihre Kinder und sich. Verwenden Sie feste, sichere Grillanzünder aus dem Fachhandel.“ rät Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen e. V. – Initiative für brandverletzte Kinder.
Tipps zum sicheren Grillieren:
Wichtigste Erste-Hilfe-Massnahme bei Verbrennungen: Die verbrannten Stellen sofort 10 bis 15 Minuten mit Wasser (nicht kälter als 15 Grad Celsius) kühlen und sofort den Notarzt rufen beziehungsweise den Arzt aufsuchen.
Stand: 05/09, BH
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