Familien mit tiefen und mittleren Einkommen werden in naher Zukunft für Kinder und Junge in Ausbildung höchstens noch die halbe Krankenkassenprämie bezahlen müssen. Stillschweigend hat der Nationalrat eine Differenz bei der Finanzierung ausgeräumt. Über den Ausbau der Prämienverbilligung waren sich die Räte auf Anhieb einig geworden. Die Vorlage ist nun bereit für die Schlussabstimmung am letzten Sessionstag. Ein Referendum wurde von keiner Seite angedroht.
Das vom Ständerat lancierte neue Modell verpflichtet die Kantone, bei unteren und mittleren Einkommen die Prämien von Kindern bis 18 Jahre und von jungen Erwachsenen in Ausbildung bis 25 Jahre um mindestens 50 Prozent zu verbilligen. Die Kantone sind frei, wo sie die Einkommensgrenze ziehen wollen. Im Parlament war von rund 115 000 Franken die Rede. Von der zusätzlichen Prämienverbilligung dürften etwa 915 000 Haushalte mit 1,6 Millionen Kindern und Jugendlichen profitieren. Ab dem Inkraftreten der KVG-Änderung Anfang 2006 haben die Kantone ein Jahr Zeit, das neue Regime einzuführen.
Quelle: www.sprechzimmer.ch / sda
Stand: 3/05, B.H.
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