Immer wieder tauchen Presse Hinweise auf, dass Schoppenflaschen aus Plastik (in Europa sind das meist Flaschen aus Polycarbonat) die hormonähnliche Substanz Bisphenol A (BPA) freisetzen. Bei starkem Erhitzen und bei zerkratzten Babyflaschen können geringe Mengen von BPA in den Schoppen übergehen. Bisphenol A wirkt auf den Körper ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen und ist für den Säugling mit seinem noch nicht ausgereiften Hormonhaushalt deswegen ungesund. In Kanada sind daher Kunststoff-Babyflaschen, die Bisphenol-A enthalten, gesetzlich verboten.
Wie viel BPA für Säuglinge schädlich ist, ist in der Forschung umstritten. Die Schweiz hält sich an den EU-Grenzwert von täglich maximal 5 Milligramm BPA pro Kilogramm Körpergewicht. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat entsprechende Flaschen untersuchen lassen. Dabei seien tiefere Mengen BPA als der Grenzwert festgestellt worden.
Babyflaschen ohne den bedenklichen Stoff sind mit "Bisphenol-frei" oder "Bfree" gekennzeichnet. Auskunft gibt auch die Zahl im Recycling-Symbol: Die Kunststoffgruppen 01 bis 06 enthalten kein BPA, in der Kategorie 07 kann der Stoff enthalten sein.
Andererseits ist der Kunststoff Polycarbonat der weltweit am besten untersuchte Kunststoff überhaupt. Es wurden zahlreiche Studien von Gesundheitsbehörden durchgeführt, die den Einfluss auf das Erbgut und das hormonelle System, sowie Untersuchungen über dessen Krebsgefahr gemacht haben. Dabei haben sich keine gesundheitlichen Gefahren für Babys und Kleinkinder herausgestellt. Dies aus einem wichtigen Grund: Die Substanz Bisphenol A ist nicht wasserlöslich, das bedeutet, dass die Substanz sich in den Flüssigkeiten (Milch, Wasser, Fruchtsaft oder Brei) in Schoppenflaschen nicht lösen kann. Einzig Alkohol und starke Alkalien (Seifenlaugen) können die Substanz Bisphenol A aus dem Kunststoff Polycarbonat herauslösen. Die meisten gebräuchlichen Geschirrspülmittel (Hand und Maschine) sind jedoch nur schwach alkalisch und stellen somit keine Gefahr dar, da immer nach dem Abwasch mit reinem Wasser gespült wird.
Um aber ganz sicher zu sein, dass Mütter und Väter stressfrei Plastikschoppenflaschen verwenden können, geben wir Ihnen folgende Tipps zur Verwendung von Plastikschoppenflaschen:
Wenn Sie ganz sicher sein wollen, verwenden Sie Glasflaschen.
Stand: 08/09, MR
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