Durch die Einführung einer "Einheitskrankenkasse" soll die bestehenden 87 Krankenversicherer durch eine einzige, staatliche Monopolkasse ersetzt werden. Zudem sollen die Krankenkassenprämien neu durch eine lohnabhängige "Gesundheitssteuer" ersetzt werden.
Durch diese beiden Ziele könnte man meinen, die Einheitskasse zeige eine Lösung für die Kostenprobleme im Gesundheitswesen auf; durch eine günstige Kasse sollen Kosten gespart werden. Dies ist jedoch nicht der Fall:
Unser heutiges Krankenkassensystem ist bereits sozial: Ein Drittel der Bevölkerung profitiert heute schon von individuellen Prämienverbilligungen, und 40% der Grundversorgung wird bereits über Steuern finanziert ("besser Verdienende" bezahlen also heute schon mehr an die Gesundheitskosten). Es kommt dazu, dass staatliche Monopole dem Versicherten erhebliche Nachteile bringen. Man ist nicht mehr Kunde mit Wahlmöglichkeit, sondern als Bittsteller einer Einheitskasse ausgeliefert. Prämiensparen mit Wahlfranchisen oder Hausarztmodell wären nicht mehr möglich. Zudem werden Monopole träge bei Service und Effizienz, während Sie heute bei Unzufriedenheit einfach ihre Krankenversicherung wechseln können. Konkurrenz regt an: Zu Service, Innovation und Kostenkontrolle.
Stand: 03/07, PvE
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