swissmom_bei_facebook

swissmom_bei_twitter

Abstimmung vom 11. März 2007 zur Einheitskrankenkasse

Durch die Einführung einer "Einheitskrankenkasse" soll die bestehenden 87 Krankenversicherer durch eine einzige, staatliche Monopolkasse ersetzt werden. Zudem sollen die Krankenkassenprämien neu durch eine lohnabhängige "Gesundheitssteuer" ersetzt werden. 

Durch diese beiden Ziele könnte man meinen, die Einheitskasse zeige eine Lösung für die Kostenprobleme im Gesundheitswesen auf; durch eine günstige Kasse sollen Kosten gespart werden. Dies ist jedoch nicht der Fall: 

  • Zusätzliche Belastung für die mittleren Einkommen (60'000-120'000 Franken): Die Befürworter der Einheitskasse wollen ihre Finanzierungsmodelle nicht offen legen. Fakt ist jedoch, dass die Einheitskasse genau diejenigen Bevölkerungsschichten belasten wird, welche die Initianten entlasten wollen. Die Gesundheitssteuer von 15% belastet den Mittelstand zusätzlich: So erhöht sich die Prämie für eine Familie z.B. in Luzern mit 1 Kind und 100'000.-  Bruttojahreseinkommen um knapp 50% (das Beispiel nimmt folgende Franchisen an: 1'500.- Vater / 1'000.- Mutter / 0.- Kind). 
  • Kein Kostenrückgang zu erwarten: Die Verwaltungsaufwendungen der sich konkurrierenden 87 Krankenkassen liegt bei nur 5.4%. Die anderen 94.6% der Gesundheitskosten kommen hauptsächlich von Spitälern (37%), Arztkosten (23%) und Medikamenten (21%). Die Frage bleibt offen, ob die Einheitskasse die Hebel am richtigen Ort ansetzt. 
     

Unser heutiges Krankenkassensystem ist bereits sozial: Ein Drittel der Bevölkerung profitiert heute schon von individuellen Prämienverbilligungen, und 40% der Grundversorgung wird bereits über Steuern finanziert ("besser Verdienende" bezahlen also heute schon mehr an die Gesundheitskosten). Es kommt dazu, dass staatliche Monopole dem Versicherten erhebliche Nachteile bringen. Man ist nicht mehr Kunde mit Wahlmöglichkeit, sondern als Bittsteller einer Einheitskasse ausgeliefert. Prämiensparen mit Wahlfranchisen oder Hausarztmodell wären nicht mehr möglich. Zudem werden Monopole träge bei Service und Effizienz, während Sie heute bei Unzufriedenheit einfach ihre Krankenversicherung wechseln können. Konkurrenz regt an: Zu Service, Innovation und Kostenkontrolle.

Stand: 03/07, PvE

 



 

info [at] swissmom.ch

Inhalt urheberrechtlich geschützt © 2003 Swissmom. Alle Rechte vorbehalten.
Die in www.swissmom.ch enthaltenen Informationen stellen keinen Ersatz dar für die Untersuchung, Diagnosestellung oder Behandlung durch medizinisch ausgebildete Fachleute.

Bitte lesen Sie unsere Nutzungsbedingungen

copyright swissmom.ch 2009

Newsletter
Anthrazit Siegel