Liegt der Body Mass Index (BMI) bereits vor einer Schwangerschaft über 30, ist die Wahrscheinlichkeit, an postpartalen Depressionen (PPD) zu leiden, um etwa 30 Prozent erhöht.
In einer prospektiven Studie mit 1.282 Teilnehmerinnen ermittelten Dr. Yvette LaCoursiere und Kollegen von der University of Utah in Salt Lake City (USA) den BMI vor einer Schwangerschaft und acht Wochen nach der Geburt den Grad einer postpartalen Depressionen (PPD) anhand des Edinburgh Postnatal Depression Score.
Eine PPD wurde diagnostiziert bei
Auch nachdem die Daten um verschiedene Faktoren wie Alter und Bildungsstand der Mutter sowie um finanzielle, traumatische und emotionale Stressoren bereinigt wurden, blieb der BMI als Risikofaktor bestehen.
Ebenso beeinflusste das Ausmass der Gewichtszunahme die Entstehung postpartaler Depressionen. Unter den zuvor normalgewichtigen Teilnehmerinnen wurde eine PPD diagnostiziert
Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den leicht übergewichtigen Frauen (12 Prozent, 13,6 Prozent, 20 Prozent). Bei den adipösen Frauen hingegen liess sich unter diesem Aspekt kein Zusammenhang feststellen. Entgegen der Erwartungen nahmen die normalgewichtigen Frauen während der Schwangerschaft im Schnitt mehr zu als die bereits übergewichtigen, und zwar zwischen 11 und15 kg im Vergleich zu 7 bis 11kg.
"Frauen könnten gleich zu Beginn der Schwangerschaftsvorsorge einen Fragebogen ausfüllen", regt LaCoursiere an. "Dann hat der Arzt die Informationen gleich zur Hand und ein Hang zu Depressionen könnte frühzeitig erkannt werden."
Quelle: Elsevier Global Medical News, 2008.
Stand: 03/08, BH
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