Eine wissenschaftliche Untersuchung am Karolinska Institut in Stockholm hat die Vermutung bestätigt, dass Frauen, die in der Vergangenheit oder sogar noch während der Schwangerschaft an einer Ess-Störung litten, als Hochrisiko-Schwangere betrachtet werden müssen.
Verglichen wurden 24 Schwangere mit Magersucht (Anorexia nervosa), 20 mit Brechsucht (Bulimie) und 5 mit selteneren Ess-Störungen mit einer Gruppe von Schwangeren mit normalen Essgewohnheiten. Frauen mit überwundener oder z.Zt. noch aktiver Ess-Störung litten häufiger unter der Extremform der Schwangerschaftsübelkeit und bekamen Kinder mit deutlich niedrigerem Geburtsgewicht und Kopfumfang als die Frauen in der Kontrollgruppe.
Erklärt wird dieses Ergebnis mit einer Mangelernährung des Fetus aufgrund der ungesunden Essgewohnheiten der Mutter.
Quelle: Hirschberg, Angelica L. et al.: Obstet Gynecol 2005;105, S. 255-260
Stand: 2/05, B.H.
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