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Aktuell  / Wissen  / 2012  / 13.1.2012: Immer mehr Babys in Schweizer Spitälern  

Immer mehr Babys in Schweizer Spitälern

In der Schweiz kamen vergangenes Jahr so viele Kinder zur Welt wie schon lange nicht mehr. Zahlreiche Spitäler verzeichneten gar Rekordwerte.

„In den letzten neun Jahren sind im Inselspital nie so viele Kinder auf die Welt gekommen wie 2011“, sagt Prof. Daniel Surbek, Chefarzt der Frauenklinik am Berner Universitätsspital. Insgesamt erblickten in den Gebärzimmern des Spitals 1392 Kinder das Licht der Welt. Über 80 davon waren Mehrlingsgeburten. Damit kann das Inselspital nach dem Rekordjahr 2010 (1387) einen weiteren Höhepunkt verzeichnen. Seit der Jahrtausendwende gab es nur 2002 mehr Neugeborene, und zwar 1.400.

Eine regelrechte „Baby-Schwemme“ zeichnet sich im Kanton Zürich ab. So wurden im Kantonsspital Winterthur 1.700 Kinder geboren. Gegenüber 2010 sind das 58 Neugeborene mehr. „Nur in den 80er- Jahren kamen bei uns noch mehr Kinder zur Welt“, sagt Mediensprecher André Haas. Im Unispital Zürich legten die Schwestern 2.636 Neugeborene in die Bettchen der Geburtshilflichen Abteilung – gleich 170 mehr als 2.010. Darunter sind gegen 150 Mehrlingsgeburten. „Der Trend zu mehr Geburten von Zwillingen und Drillingen setzt sich fort“, sagt Mediensprecherin Bettina Wildi. 1.065 Babys erblickten in der Zürcher Hirslandenklinik das Licht der Welt, mit einem Plus von 4 % ein neuer Rekord für das Privatspital.

Auch die Innerschweizerinnen waren sehr gebärfreudig. An den drei Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen des Luzerner Kantonsspitals gab es mit über 3.150 Neugeborenen deutlich mehr Wonneproppen als im Jahr zuvor (über 3.000). In St. Gallen strampelten 1.441 Neugeborene (2009: 1.405). Eine leichte Steigerung vermeldet auch das Unispital Basel, wo 2011 insgesamt 2.375 Kinder zur Welt kamen (2010: 2.373).

Gegen den Trend entwickelten sich unter den befragten Spitälern einzig das Genfer Unispital, (2011: 3.972 Kinder, 2010: 4.012), das Lausanner Unispital (2.655/2.757) und das Kantonsspital Baden (1.536/1.614). Doch das ist ein Rückgang auf hohem Niveau.

Gut möglich, dass die Gesamtzahl der Geburten auch in der Statistik des Bundes (Veröffentlichung wahrscheinlich im Juni 2012) die Zahlen von 2010 übertreffen. 80.290 Kinder kamen bis Ende Dezember vor einem Jahr zur Welt, so viele wie letztmals 1997. Den Tiefststand erreichten die Geburtenzahlen 2003, als nur gerade 71.848 Babys das Licht der Welt erblickten.

Auch die Geburtenziffer ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Sie betrug 2010 1,54 Kinder pro Frau und ist damit so hoch wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Unterteilt man dieses Ergebnis in Schweizerinnen und Ausländerinnen, wird deutlich, dass unser Land die vielen Babys nicht in erster Linie den zugewanderten Ausländern verdankt. Deren Geburtenziffer (1,91) ist zwar immer noch deutlich höher als jene der Schweizerinnen (1,42), da die meisten Ausländerinnen aus dem EU-Raum im gebärfähigen Alter sind und ihre Kinder hier zur Welt bringen. In den letzten Jahren schrumpfte sie aber eher. Die Schweizerinnen hingegen haben seit 2003 mehr Lust aufs Kinderkriegen. Ihre Geburtenziffer ist von 1,22 Kindern pro Frau auf 1,42 gestiegen – höher war sie letztmals 1992.

Ein Grund für den Mini-Baby-Boom könnte das veränderte Gebärverhalten sein, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) erklärt. Viele Frauen bekommen deutlich später Kinder, was zur Stagnation in den letzten Jahren und zum jetzigen Boom beigetragen haben könnte. Vom "Nachholeffekt" reden darum die Statistiker. Gebärende Mütter waren 2010 im Schnitt 31.2 Jahre alt – vor 20 Jahren lag dieser Wert noch mehr als zwei Jahre tiefer.

Die Zahlen zeigen aber auch, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer besser funktioniere. Das grosse Angebot an Krippenplätzen ermöglicht es mehr Frauen, Kinder zu haben und daneben zu arbeiten. Fachleute sehen einen klaren Zusammenhang zwischen der Anzahl Betreuungsplätze und der Geburtenzahl. Der Entscheid des Bundes, Kinderkrippen bis 2015 finanziell zu unterstützen, sei deshalb richtig.

Quellen: www.20min.ch, Bundesamt für Statistik

Stand: 1/12, BH

 

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